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03.11.2011

11:33 Uhr

Gesamt-Umsatz

Chemiebranche peilt weiter Rekord an

Die Chemiebranche lässt sich trotz einer Abkühlung der Geschäfte in den Sommermonaten nicht von ihrem Rekordkurs abbringen. Der Industriezweig erwartet für 2011 einen Anstieg des Branchenumsatzes von rund zehn Prozent.

Im dritten Quartal weitete die Chemie-Branche ihre Produktion um 2,5 Prozent aus. PR

Im dritten Quartal weitete die Chemie-Branche ihre Produktion um 2,5 Prozent aus.

Frankfurt„Trotz der jüngsten Abschwächung im Chemiegeschäft bleiben wir optimistisch“, erklärte Klaus Engel, Evonik-Chef und Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) zur Vorlage des Branchenberichts zum dritten Quartal am Donnerstag. Der Aufwärtstrend in der deutschen Wirtschaft sei weiterhin intakt. Industriekunden hätten auf Grund einer guten Auftragslage ihre Produktion erneut ausgeweitet. Seien die Lagerbestände aufgebraucht, würden sie wieder mehr Chemikalien bestellen. „Daher sind wir nach wie zuversichtlich, dass 2011 ein gutes Jahr für unsere Branche wird“, erklärte Engel.

Deutschlands drittgrößter Industriezweig sieht sich weiter auf Kurs, in diesem Jahr erstmals die Umsatzschwelle von 180 Milliarden Euro zu knacken. Die Wachstumsziele für das Gesamtjahr bekräftigte der Verband. Danach erwartet der Industriezweig für 2011 weiterhin einen Anstieg des Branchenumsatzes von rund zehn Prozent. Bei der Chemieproduktion wird ein Plus von fünf Prozent erwartet, ebenso bei den Erzeugerpreisen.

Im dritten Quartal weitete die Branche ihre Produktion um 2,5 Prozent aus. Der Branchenumsatz nahm binnen Jahresfrist um 6,5 Prozent auf 44,5 Milliarden Euro zu. Im Vergleich zum Vorquartal sank der Umsatz allerdings um ein Prozent. Die Unternehmen hoben ihre Preise zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent an. Die Kapazitätsauslastung lag bei 84 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie noch bei 85 Prozent gelegen.

Die Chemieindustrie gehört zu den Branchen, die besonders sensibel auf Änderungen der Konjunkturlage reagieren. Denn sie beliefert praktisch sämtliche Industriezweige mit ihren Produkten. Deshalb spüren Chemiefirmen in ihren Auftragsbüchern Veränderungen der Wirtschaftslage eher als andere Unternehmen.

Von

rtr

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