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08.04.2006

14:28 Uhr

Geschäft mit deutschen Banken

Gazprom hat noch nicht abgesagt

Der russische Konzern Gazprom will nach Darstellung des „Spiegels“ in das Kreditgeschäft mit der Deutschen Bank und der KfW Bankengruppe Ruhe einkehren lassen, bevor es eventuell weiter betrieben werde.

HB BERLIN. Das Hamburger Nachrichtenmagazin berichtete, dass Gazprom das Geschäft bis Freitagabend weder bei der Deutschen Bank noch bei der KfW abgesagt habe. Zugleich widersprach Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Tessen von Heydebreck der Darstellung von Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Pfaffenbach, die beiden Banken hätten die Bundesregierung im Oktober zur Eile gedrängt, schnell eine Bürgschaft für den Milliardenkredit zum Bau einer Pipeline zu beschließen. „Aus unserer Sicht hätte die Angelegenheit auch noch warten können.“

Die Deutsche Bank hatte gemeinsam mit der KfW Gazprom einen Kredit von einer Milliarde Euro zunächst für einen Zubringer der Ostsee- Pipeline angeboten. Gazprom hatte am vergangenen Montag in Moskau seinen Verzicht auf diese Finanzspritze erklärt. Die rot-grüne Bundesregierung hatte Ende Oktober kurz vor dem Amtsende des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder (SPD) noch eine Bürgschaft von 900 Millionen Euro plus Zinsen für diesen Kredit bewilligt. Schröder - inzwischen für Gazprom tätig - hatte erklärt, an der Entscheidung nicht beteiligt gewesen zu sein.

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