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22.10.2015

15:50 Uhr

Geschäftsklima-Umfrage

Wenn Metallhändler schlechte Laune haben

VonRegine Palm

Die Stimmung in der Metall-Branche hierzulande ist mies. Schuld ist unter anderem die Abgas-Affäre bei Volkswagen. Doch die Geschäftsklima-Umfrage deckt noch viele weitere Gründe auf.

Zulieferer, die Metalle wie Kupfer oder Aluminium herstellen oder handeln, sehen ein erhebliches Risiko. dpa

Industriemetall

Zulieferer, die Metalle wie Kupfer oder Aluminium herstellen oder handeln, sehen ein erhebliches Risiko.

DüsseldorfDie Stimmung in der Metall- und Metallrecycling-Branche in Deutschland ist schlecht – und sie soll im vierten Quartal noch schlechter werden. Das gibt fast die Hälfte aller Befragten der Geschäftsklima-Umfrage des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM) an. Der Grund sei der Abgasskandal bei Volkswagen. „In der VW-Krise sehen viele Zulieferer, die Metalle wie Kupfer oder Aluminium herstellen oder handeln, ein erhebliches Risiko“, sagt VDM-Präsident Thomas Reuther.

Was zusätzlich aufs Gemüt schlägt: Die Maschinenbau-Branche, die traditionell wichtig für den Metallhandel ist, entwickelt sich weniger dynamisch als erwartet. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Besserung hatte auch der Branchenverband VDMA erst vor wenigen Tagen enttäuscht. „Direkte Auswirkungen der Manipulationsaffäre von Volkswagen auf den Maschinenbau sind bislang nicht spürbar“, erklärte Verbandspräsident Reinhold Festge auf dem Maschinenbaugipfel in Berlin.

Die größten Goldproduzenten

Platz 10

Sibanye Gold - 44,2 Tonnen

Zum südafrikanische Goldproduzenten gehören die Minen Kloof and Driefontein in der Region West Witwatersrand und die Mine Beatrix in der Provinz Free State.

Quelle: Unternehmensangaben, GFMS, Thomson Reuters

Platz 9

Polyus Gold International - 50,9 Tonnen

Das russische Goldunternehmen hat seine Produktion seit 2004 enorm ausgeweitet. Seitdem die Matrosov-Goldmine erschlossen wurden, gehören die Moskauer zu den größten Goldproduzenten der Welt.

Platz 8

Gold Fields - 55,5 Tonnen

Der südafrikanische Minenbetreiber ging aus der britischen Holding „The Gold Fields of South Africa“ hervor und betreibt heute auch Minen in Australien, Ghana, Peru.

Platz 7

Newcrest Mining - 66,9 Tonnen

Die Unternehmen aus Melbourne fördert Gold in Australien, Indonesien und Papua Neuguinea. Mit der Übernahme von Linir Gold stieg es 2010 zu den größten Goldproduzenten der Welt auf.

Platz 6

Navoi Mining and Metallurgy Combinat - 74,1 Tonnen

Mit dem Uran- und Goldabbau gehört das Staatsunternehmen zu den größten in Uzbekistan. 2011 erwirtschaftete der Minenbetreiber einen Umsatz von 3,5 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Kinross Gold - 77,2 Tonnen

Auch die Kanadier gehören erst seit der Übernahme von Red Back Mining zu den größten Goldproduzenten. Sie betreiben zehn Minen in acht Ländern, unter anderem in Ghana und Mauretanien.

Platz 4

Goldcorp - 82,4 Tonnen

Der zweite kanadische Goldriese betreibt in Red Lake, Ontario, die ertragreichste Goldmine der Welt. Auch in Mexiko und Südamerika macht der Konzern gute Geschäfte. Das Silbergeschäft wurde 2004 abgestoßen.

Platz 3

Anglogold Ashanti - 126 Tonnen

Aus der Fusion der südafrikanischen Anglogold und dem ghanaischen Goldkonzern Ashanti ist einer der weltgrößten Goldproduzenten hervorgegangen. Das Unternehmen betreibt unter anderem die tiefste Goldmine der Welt, die Mponeng-Goldmine, die 3770 Meter in die Erde reicht.

Platz 2

Newmont Mining - 154 Tonnen

Der Goldrausch der Amerikaner ist längst international. Der Minenbetreiber aus Denver, Colorado, baut Gold in Kanada, Bolivien, Australien, Ghana, Indonesien, Neuseeland, der Türkei, Peru und Usbekistan ab. Weltweit Spitze ist aber ein anderes Unternehmen.

Platz 1

Barrick Gold - 223,9 Tonnen

Der weltgrößte Goldproduzent kommt aus Kanada und betreibt weltweit 28 Minen, die meisten davon in Nord- und Südamerika. Aber auch in ausgefallenen Abbaugebieten wie Tansania, Sambia und in der Dominikanischen Republik schürft das Unternehmen nach Gold.

Politische Krisen, die Euro-Debatte und schwächelnde Märkte, wie etwa in China, trüben die Investitionslaune der Kunden. Bessere Entwicklungen sieht der VDMA dagegen in den USA. Für das kommende Jahr geht der Branchenverband daher von einem Nullwachstum aus, während er für das laufende Jahr mit einem stagnierenden Produktionswachstum rechnet. Über den gesamten Maschinenbau hinweg habe die Kapazitätsauslastung im Juli nur 84,8 Prozent erreicht – und damit knapp unter dem langjährigen Branchendurchschnitt gelegen.

Für den deutschen Metallhandel sind das keine allzu guten Vorzeichen. Denn nach Angaben des VDM geben auch die wichtigen Absatzmärkte in Europa und Asien wenig Anlass zur Freude. Gerade einmal neun Prozent der Unternehmen rechnen der Umfrage zufolge noch mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.

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Die Skepsis zur wirtschaftlichen Lage spiegelt sich auch in den Preiserwartungen für die Industriemetalle wider. Ähnlich sind die Erwartungen für den Kupfermarkt: Das Metall hat in diesem Jahr schon rund 1000 Dollar je Tonne eingebüßt – und wurde zuletzt für 5260 Dollar gehandelt. Was die Marktentwicklung betrifft, gehen die Einschätzungen der Befragten weit auseinander: 39 Prozent der Händler erwarten sinkende Preise für das Industriemetall, dagegen rechnen 35 Prozent mit einem Preisanstieg.

Anders bei Aluminium: Hier prognostizieren 72 Prozent der Unternehmer stabile Preise, 20 Prozent gehen von fallenden Preisen aus. Auch bei Blei und Zink erwarten sie mehrheitlich eine Stagnation der Preise.

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