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25.10.2013

13:12 Uhr

Geschäftszahlen

Lkw-Hersteller Volvo streicht 2000 Stellen

Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo muss sparen und streicht 2000 Stellen. Um die Verwaltung zu straffen, kündigte der Konzern Stellen im Management und bei Beratern. Grund sind die schlechten Geschäftszahlen.

Ein Lkw von Volvo. Aufgrund der schlechten Geschäftszahlen muss der Lkw-Hersteller 2000 Stellen streichen. ap

Ein Lkw von Volvo. Aufgrund der schlechten Geschäftszahlen muss der Lkw-Hersteller 2000 Stellen streichen.

StockholmUngünstige Wechselkurse haben den operativen Gewinn beim schwedischen Lastwagenbauer Volvo um fast ein Drittel einbrechen lassen. Im Kerngeschäft blieben im dritten Quartal 2,5 Milliarden Kronen (285 Millionen Euro) nach 3,5 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der Konzern am Freitag in Göteborg mitteilte. Weil aber weniger Steuern und Kosten für den Konzernumbau anfielen, blieb der Überschuss mit 1,4 Milliarden Kronen stabil.

Die maue Nachfrage nach Lastwagen drückte bei Volvo im dritten Quartal auf den Umsatz. Die Erlöse sanken um 5 Prozent auf 64,9 Milliarden Kronen. Die Börse nahm die Zahlen negativ auf. Bis zum Mittag verloren Volvo-Aktien über 4 Prozent.

Volvo will mit einem Sparprogramm gegen die Flaute auf den Lkw-Märkten anfahren und dabei rund 2000 Stellen bei den Büroangestellten und Beratern streichen. Damit sollen die jährlichen Kosten bis Ende 2015 um 4 Milliarden Kronen sinken. Zunächst kostet das Programm aber rund 5 Milliarden Kronen, von denen der Löwenanteil im nächsten Jahr anfallen soll. Betroffen sind damit etwa zwei Prozent der Beschäftigten: Bei Volvo arbeiten 95.400 Angestellte sowie 17.200 Zeitarbeiter und Berater.

Vor allem in Asien lief es im dritten Quartal schlechter als vor einem Jahr. Dagegen gab es in Europa ein kleines Umsatzplus. Das dürfte aber auch daran liegen, dass neu zugelassene Lastwagen von Januar an die strengere Euro-6-Norm erfüllen müssen. Deswegen schlagen viele Spediteure jetzt noch bei den deutlich günstigeren Lastwagen mit Euro-5-Motor zu. Auch der Auftragseingang legte auf dem Heimatkontinent zu. Allerdings blieb Volvo bei den Bestellungen hinter den Konkurrenten Scania und Daimler zurück.

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