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18.09.2011

16:33 Uhr

Gespräche

Katar will bei EADS einsteigen

Katar will EADS-Anteile von Daimler übernehmen. Darüber führt das Emirat Gespräche mit dem Bundeswirtschaftsminister.

EADS könnte einen neuen Anteilseigner bekommen. dpa

EADS könnte einen neuen Anteilseigner bekommen.

BerlinDas Emirat Katar will beim deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS einsteigen. Regierungsmitglieder des arabischen Wüstenstaates trafen sich vorvergangene Woche zu ersten Verhandlungen mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), wie Regierungskreise der dpa am Sonntag bestätigten. Zuvor hatte der „Spiegel“ über das Interesse Katars berichtet.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte der dpa, sie könne sich zu laufenden Gesprächen nicht äußern. Daimler hält 15 Prozent der EADS-Anteile direkt und hat weitere 7,5 Prozent bei Banken geparkt. Das Ziel Katars ist laut dem Bericht die Übernahme des 7,5-Prozent-Anteils. Die Bundesregierung vertrat zuletzt die Haltung, dass für den Einstieg nur ein deutscher Investor infrage komme.

Von

dpa

Kommentare (2)

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smarty_32

18.09.2011, 17:11 Uhr

ich hoffe unser blinder Wirtschaftsminister weiß aus der Vergangenheit, die Machtbalance zwischen FR und DE zu halten.
Sonst passiert ein Aventis 2.0, FR würde lieber heute als Morgen die EADS Zentrale nach Toulouse verlegen und den Deutschen Einfluss auf eine "bedeutende" Niederlassung (damit es noch europäisch klingt) reduzieren.
Ich wette darauf, dass unser FDP-Kindergarten diese Zusammenhänge nicht kapiert?
Lieber wieder alte Schallplatten rausholen und das Hohelied der "Freiheit" ohne Staat singen.
Ich würde es anders angehen.
Da die Töchter Airbus, Astrium und Eurocopter bereis ihren Hauptsitz in FR haben würde ich EADS komplett nach München verlagern! Einkauf und Finanzen sitzen eh schon dort. Dann könnte EADS im Dax aufgenommen werden und hätte eine weitere Finanzierungsquelle.

Account gelöscht!

18.09.2011, 20:28 Uhr

Typisch deutsche Politik. Man will als Staat nicht einsteigen, aber ein ausländischer Staat (Katar) ist willkommen. Frankreich wird sich freuen. Endlich ist das deutsch-französische Gleich gewicht wieder einmal zu Gunsten von Frankreich verloren gegangen. Weil die deutsche Politik, insbesondere die 2%-Partei FDP, eine irrationale Ablehung von staatlicher Industriepolitik betreibt.

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