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04.05.2011

08:27 Uhr

Gesundheitskonzerne

Fresenius und FMC erhöhen ihre Prognosen

Fresenius und die Konzerntochter FMC haben ihren Ruf als einer der stabilsten Wachstumsgaranten im Dax wieder einmal bestätigt. Die Gesundheitskonzerne haben die Prognose angehoben.

Produktion von Dialysatoren bei Fresenius Medical Care (FMC): sehr lukratives Geschäft. Quelle: ap

Produktion von Dialysatoren bei Fresenius Medical Care (FMC): sehr lukratives Geschäft.

Frankfurt

Fresenius Medical Care (FMC) hat nach einem Ergebniszuwachs im ersten Quartal seine Jahresprognose angehoben. Der Gewinn habe um fünf Prozent auf 221 Millionen Dollar zugelegt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bad Homburg mit. Analysten hatten im Schnitt für die Monate Januar bis März mit einem Überschuss von 225 Millionen Dollar gerechnet. FMC setzte im Auftaktquartal 3,036 Milliarden Dollar um - ein Plus von ebenfalls fünf Prozent. Der durchschnittliche Umsatz pro Behandlung in den USA, eine der wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens, sank im ersten Quartal allerdings wegen der Einführung des pauschalen Vergütungssystems auf 348 Dollar (Vorjahresquartal: 355 Dollar).

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun einen Umsatz von mehr als 13 Milliarden Dollar. Bislang war ein Umsatzplus von sechs bis acht Prozent auf 12,8 bis 13 Milliarden in Aussicht gestellt worden. Auch beim Konzerngewinn ist FMC jetzt zuversichtlicher: Er soll 2011 nun zwischen 1,070 und 1,090 Milliarden Dollar liegen. Bislang wurde ein Gewinn zwischen 1,035 und 1,055 Milliarden Dollar erwartet.

Auch die ebenfalls im Dax notierte Konzernmutter Fresenius setzt sich nach einem kräftigen Gewinnanstieg zu Jahresbeginn höhere Ziele. Das Konzernergebnis werde 2011 währungsbereinigt um zwölf bis 16 Prozent zulegen statt wie bisher geplant um acht bis zwölf Prozent, teilte das Unternehmen aus Bad Homburg am Mittwoch mit. Besonders gut läuft derzeit das Geschäft mit Nachahmermedikamenten. Zudem steckt die Dialysetochter FMC die Reform des wichtigen US-Marktes besser weg als von vielen Experten erwartet.

"Unsere Unternehmensbereiche sind sehr gut in das neue Jahr gestartet", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider. "Das erste Quartal 2011 schließt nahtlos an das hervorragende Geschäftsjahr 2010 an." Fresenius baute den Überschuss in den ersten drei Monaten des Jahres um 43 Prozent auf 170 Millionen Euro aus und übertraf damit deutlich die Schätzungen der Analysten. Der Umsatz des Unternehmens mit über 140.000 Mitarbeitern kletterte um neun Prozent auf 3,96 Milliarden Euro.

Größter Gewinntreiber war die Sparte Fresenius Kabi, die auf intravenös zu verabreichende Generika spezialisiert ist und bereits im vergangenen Jahr maßgeblich zum Gewinnanstieg des Konzerns beitrug. Sie profitierte von der Einführung neuer Produkte und anhaltenden Lieferengpässen der Konkurrenz - in der Folge stieg ihr Gewinn um fast 90 Prozent. Im laufenden Jahr will der Konzern weitere neue Nachahmermedikamente auf den Markt bringen, da viele Patente teurer Originalpräparate auslaufen.

Von

rtr

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