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28.07.2011

13:34 Uhr

Getriebe-Spezialist

Getrag verkauft Achsengeschäft an GKN

Der Autozulieferer Getrag hat sein Achsengeschäft an den britischen Konkurrenten GKN verkauft. Getrag will sich mit der Trennung weiter auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Ein Arbeiter in der Getriebeproduktion. Quelle: Reuters

Ein Arbeiter in der Getriebeproduktion.

FrankfurtDer Autozulieferer Getrag steigt aus dem Achsengeschäft aus. Die Sparte mit rund 1330 Mitarbeitern, die ein Sechstel des Konzernumsatzes ausmacht, geht für umgerechnet 322 Millionen Euro in bar an den britischen
Konkurrenten GKN, wie der Käufer am Donnerstag mitteilte.

Davon kommt aber nur ein Teil bei dem Familienunternehmen aus Untergruppenbach bei Heilbronn an: Das Achsengeschäft wird in zwei Gemeinschaftsunternehmen geführt, an denen bisher auch der ehemalige Getrag-Großaktionär Dana und der schwedische Autobauer Volvo beteiligt sind. Dana erhält allein 95 Millionen Euro.

Getrag sei trotz des Mittelzuflusses weiter auf der Suche nach einem strategischen Minderheitsaktionär. „Wir suchen nach wie vor nach einem geeigneten Partner“, sagte eine Sprecherin. Es geht um den Anteil von 30 Prozent des US-Autozulieferers Dana, der 2007 an die Gründerfamilie Hagenmeyer zurückgefallen war. Zuletzt war der chinesische Autobauer Dongfeng als möglicher Käufer für den Getriebe-Spezialisten im Gespräch.

Der Verkauf des Achsen-Geschäfts habe mit der Suche nichts zu tun. Mit ihm wollte Getrag die komplexe Eigentümerstruktur entwirren und Freiraum für das Kerngeschäft schaffen. GKN wird nach eigenen Angaben mit der Übernahme Marktführer im Geschäft mit kompletten Allrad- und Hinterrad-Antrieben. Getrag verkauft GKN zudem eine Lizenz für elektrische und Hybrid-Antriebe für Europa und Nordamerika.

Die Sparte setzte im vergangenen Jahr nach GKN-Angaben 433 Millionen Euro um, der Vorsteuergewinn lag bei 28,5 Millionen Euro. Produziert wird in Köln, Schweden und den USA. Starkes Wachstum sei vor allem ab 2014 zu erwarten, wenn neue Aufträge in Serie gingen. Getrag setzte im vergangenen Jahr 2,6 (2009: 2,0) Milliarden Euro um, Bankern zufolge stand ein kleiner Gewinn zu Buche.

Von

rtr

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