Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.07.2017

13:06 Uhr

Getriebehersteller

Volkswagen prüft Verkauf von Renk

Volkswagen überprüft sein Portfolio an Beteiligungen und denkt über den Verkauf von Getriebehersteller Renk nach. Insidern zufolge lässt der Autokonzern die US-Investmentbank Citi Optionen für das Unternehmen suchen.

Konzern-Chef Matthias Müller hatte im vergangenen Jahr angekündigt, im Zuge des Umbaus von Volkswagen das Portfolio an Beteiligungen zu überprüfen. dpa

Volkswagen

Konzern-Chef Matthias Müller hatte im vergangenen Jahr angekündigt, im Zuge des Umbaus von Volkswagen das Portfolio an Beteiligungen zu überprüfen.

Frankfurt/HamburgVolkswagen denkt Insidern zufolge über einen Verkauf des Getriebeherstellers Renk nach. Europas größter Autokonzern habe die US-Investmentbank Citi beauftragt, Optionen für das zur Maschinensparte der Lkw-Tochter MAN gehörende Unternehmen zu prüfen, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Die Überlegungen können in einen Verkauf münden. Citi lehnte einen Kommentar ab. MAN erklärte, man beteilige sich nicht an Spekulationen.

Über einen möglichen Verkauf von Renk, an der die MAN SE 76 Prozent der Anteile hält, wird schon länger spekuliert. Das 1873 gegründete Unternehmen mit rund 2200 Beschäftigten wies zuletzt einem Umsatz von knapp einer halben Milliarde Euro und einen Vorsteuergewinn von 65 Millionen Euro aus. Auf dieser Grundlage schätzen Experten den Firmenwert auf 600 bis 800 Millionen Euro. Insider gehen davon aus, dass Renk vor allem Finanzinvestoren wie KKR, CVC, Cinven, Carlyle oder Advent anlocken dürfte. Konkurrenten wie Timken, Rexnord oder Allison Transmission könnten sich für Teile des Unternehmens interessieren.

Konzern-Chef Matthias Müller hatte im vergangenen Jahr angekündigt, im Zuge des Umbaus von Volkswagen das Portfolio an Beteiligungen zu überprüfen. Gegen einen Verkauf sowohl der Maschinenbausparte als auch von Teilen wie Renk hat sich der Betriebsrat ausgesprochen. Auch einen Verkauf des Motorradherstellers Ducati lehnt die Arbeitnehmervertretung ab.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×