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21.01.2005

09:31 Uhr

Gewerkschaften protestieren gegen Privatisierung

GDF geht bereits im Frühjahr an die Börse

Die französische Regierung plant „in den kommenden Monaten“ den Börsengang der staatlichen Stromversorgers EDF und des Gasversorgers GDF. Dies erklärte am Donnerstag Abend Frankreichs Finanzminister Hervé Gaymard. Nach Angaben der Gewerkschaft CGT steht das Thema Börsengang bereits auf der Tagesordnung der nächsten Verwaltungsratssitzung von GDF am 26. Januar.

ali PARIS.Wie es weiter heißt, soll der Börsengang des Gasversorgers GDF bereits im April/Mai über die Bühne gehen. Dessen Börseneinführung gilt als leichter zu bewerkstelligen, da GDF weniger Bilanzprobleme als EDF hat. Der Stromversorger muss nach einer teuren Zukaufsstrategie noch Milliardenrisiken verarbeiten.

Die Gewerkschaften protestierten gestern gegen die Privatisierungsvorhaben. Gerade GDF hätte keine Finanzprobleme, daher sei ein Börsengang durch nichts zu rechtfertigen, argumentiert die CGT.

Finanzminister Gaymard sagte, dass bei den Börsengängen per Gesetz festgelegt ist, dass der Staat sich von maximal 30 Prozent des Kapitals trennen darf. Angesichts der Auslandsbeteiligungen beider Unternehmen sei eine „Öffnung des Kapitals“ aber logisch. Der genaue Fahrplan hierfür stehe noch nicht fest. GDF hat indes seine beratenden Banken ausgewählt: Es sind die Société Générale und Merrill Lynch.

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