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17.05.2016

21:36 Uhr

Gewerkschaftsstudie

US-Konzernchefs verdienen 330 Mal mehr als Arbeiter

Das Chefgehalt von US-Konzernen im Aktienindex S&P-500 hat im vergangenen Jahr laut einer Gewerkschaftsstudie bei 12,4 Millionen Dollar gelegen. Einfache Angestellte mussten sich demnach mit rund 36.900 Dollar begnügen.

Der Chef des US-Gewerkschaftsverbands AFL-CIO hält die Einkommensungleichheit in den USA für „eine Schande“. AFP; Files; Francois Guillot

Richard Trumka

Der Chef des US-Gewerkschaftsverbands AFL-CIO hält die Einkommensungleichheit in den USA für „eine Schande“.

BostonDie Chefs großer US-Konzerne haben im vergangenen Jahr laut einer Gewerkschaftsstudie im Schnitt 335-mal so viel verdient wie Arbeiter derselben Unternehmen. Das Chefgehalt von Konzernen im Aktienindex S&P-500 habe 2015 bei 12,4 Millionen Dollar gelegen, teilte der US-Gewerkschaftsverband AFL-CIO am Dienstag mit. Einfache Angestellte in der Produktion mussten sich demnach mit rund 36.900 Dollar begnügen. "Die Einkommensungleichheit in unserem Land ist eine Schande", erklärte AFL-CIO-Chef Richard Trumka. Der Unterschied hat laut der Gewerkschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen: So war noch 1980 das Chefgehalt lediglich 42-mal so hoch wie das der Belegschaft, im Jahr 1990 betrug der Faktor schon 107.

Im Vergleich zum Jahr 2014 ging die Ungleichheit dagegen vergangenes Jahr leicht zurück. So ergab sich 2014 mit einem Chefsalär von durchschnittlich 13,5 Millionen Dollar und einem Arbeiterlohn von 36.000 Dollar noch ein Unterschied von 373 zu 1. Hintergrund ist der Gewerkschaft zufolge vor allem, dass die Gehaltspakete der Chefs durch einen niedrigeren Wert von Pensionsansprüchen schrumpften. Dass die Einkommensschere trotz leicht gestiegener Löhne noch immer weit auseinanderklafft, ist auch Thema im US-Wahlkampf.

Von

rtr

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