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29.04.2013

18:30 Uhr

Gewerkschaftsvotum

Peugeot Citroën kann Sparplan umsetzen

Mehr als 11.000 Stellen stehen auf der Kippe: Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën kann seinen Sparplan nun umsetzen. Die große Mehrheit der Arbeitnehmervertreter stimmte dem Sozialplan zu.

Peugeot Citroën steckt in der Krise, die Folge ist ein drastischer Sparplan. dpa

Peugeot Citroën steckt in der Krise, die Folge ist ein drastischer Sparplan.

ParisDer angeschlagene französische Autobauer PSA Peugeot Citroën kann mit der Umsetzung seines drastischen Sparplans beginnen. Bei einer Betriebsversammlung in Paris stimmte am Montag nach Gewerkschaftsangaben eine große Mehrheit der Arbeitnehmervertreter dem Sozialplan des Konzerns zu, der unter anderem die Streichung von 11.200 Jobs vorsieht. Über die Umstrukturierung war monatelang gestritten worden.

PSA Peugeot Citroën leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt, wo der französische Autobauer nach wie vor 57 Prozent seiner Fahrzeuge verkauft. 2012 brach der Absatz von Fahrzeugen des Konzerns weltweit um 16,5 Prozent ein, PSA musste vergangenes Jahr den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte verkraften. Der Konzern rechnet auch mit einem schwierigen Jahr 2014.

Die Konsultation der Gewerkschaften war die letzte Etappe, bevor PSA mit der Umsetzung des Sparplans beginnen kann. Fünf der sechs Gewerkschaften bei PSA hatten dem Umstrukturierungsplan bereits zuvor im Grundsatz zugestimmt. Die Abstimmung galt daher nur als Formalie, zumal auch ein Nein der Gewerkschaften die Umsetzung des Plans nicht hätte stoppen können - das Votum ist für die Konzernleitung nicht bindend.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Neben der Streichung von 11.200 Stellen bis Mai 2014 sieht der Sparplan für kommendes Jahr auch die Schließung des traditionsreichen Werks in Aulnay-sous-Bois bei Paris vor. Dort streiken seit Januar rund 200 Arbeiter. PSA will die Stellenkürzungen ohne Entlassungen erreichen und setzt auf freiwillige Abgänge mit Abfindungen.

Im Mai will PSA zudem Verhandlungen mit den Gewerkschaften aufnehmen, um einen Wettbewerbspakt zur Steigerung der Produktivität seiner Fabriken zu vereinbaren. Vorbild ist der französische Konkurrent Renault, der einen solchen Plan bereits mit seinen Arbeitern beschlossen hat.

Von

afp

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