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25.04.2012

07:52 Uhr

Gewinn bricht ein

Kontron spürt Sparkurs der Schuldenstaaten

Der Kleincomputer-Hersteller Kontron spürt den Rückgang öffentlicher Aufträge in europäischen Schuldenstaaten. Das operative Ergebnis brach im ersten Quartal ein. Für das Gesamtjahr wagt das Unternehmen keine Prognose.

Winzige Mikrochips in einem Labor in Jena. dpa/picture alliance

Winzige Mikrochips in einem Labor in Jena.

MünchenDer Kleincomputer-Hersteller Kontron spürt den Sparkurs vieler europäischer Schuldenstaaten und verdient dadurch weniger. Während der Umsatz im ersten Quartal 2012 noch leicht auf 131,5 (Vorjahr 130,1) Millionen Euro kletterte, brach das operative Ergebnis (Ebit) auf 4,2 (7,4) Millionen ein, wie das Unternehmen am Mittwoch in Eching bei München mitteilte. Damit verfehlte der Konzern die Analystenerwartungen teils deutlich. Denn die Experten hatten im Schnitt mit Erlösen von 132 Millionen Euro und einem Ebit von 5,6 Millionen gerechnet.

Kontron erklärte, es gebe einen Trend weg von margenstarken Angeboten, zum Beispiel von Steuergeldern abhängenden Aufträgen in der Bahntechnik. Die öffentlichen Hand ist ein sehr wichtiger Kunde von Kontron. Die Schuldenkrise führt dazu, dass viele Orders gestrichen oder zumindest verschoben werden. Kontron stellt Steuerungscomputer für eine breite Gerätepalette her, unter anderem für Telefon- und Stromnetze, Medizintechnik und Automaten.

Im Gesamtjahr 2012 will Kontron auf einen Umsatz von 560 bis 590 Millionen Euro kommen. Vergangenes Jahr waren es knapp 590 Millionen Euro. Eine Gewinnprognose gibt es nicht. Zumindest soll aber die Ebit-Marge leicht steigen.

Von

rtr

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