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04.11.2014

09:47 Uhr

Gewinn des Autobauers geht zurück

BMW verliert an Fahrt

Der Münchener Autobauer bleibt in der Oberklasse die Nummer eins. Dennoch geht es auch bei BMW nicht immer nur nach oben. Der Gewinn im dritten Quartal geht leicht zurück. Am Jahresende sollen trotzdem Bestwerte stehen.

Drittes Quartal

BMW verteidigt Spitzenposition mit Rekordabsatz

Drittes Quartal: BMW verteidigt Spitzenposition mit Rekordabsatz

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MünchenDas rasante Wachstum bei BMW bekommt einen kleinen Knick. Während im dritten Quartal zwar der Umsatz um 4,5 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro zulegte, schrumpfte der Gewinn um 1,2 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro.

Der Autohersteller erklärte den Gewinnrückgang am Dienstag mit einer höheren Steuerlast. Aber auch vor Steuern stieg der Gewinn nur noch leicht um 1,2 Prozent auf 2,01 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Vorsteuergewinn von 2,02 Milliarden Euro gerechnet.

Dennoch verteidigen die Münchner souverän ihre Spitzenposition in der Oberklasse. Der Absatz der Marke BMW kletterte um 6,9 Prozent auf 433.145 Fahrzeuge. BMW liegt damit weiter vor der Konkurrenz von Audi und Daimler.

In der Kernsparte Automobile schnitt BMW etwas besser ab als erwartet - und auch besser als die Konkurrenz in der Oberklasse. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte hier dank kräftig gestiegener Verkaufszahlen um fast zehn Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro. BMW profitiert davon, dass teure Geländewagen und große Modelle besonders gefragt sind. Die Nachfrage nach dem mit hohem Aufwand gestarteten Elektro-Flitzer i3 geriet dagegen ins Stocken.

Die Bestseller von BMW

Platz 10

X6 - 36.668 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2013

Das Crossover aus SUV und Coupé wurde 2012 überarbeitet und verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb. Bei den Kunden verkaufte sich das Dickschiff im Jahr 2013 um 16 Prozent schlechter.

Platz 9

7er - 56.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Luxuslimousine von BMW konkurriert mit der neuen S-Klasse und dem Audi A8. Im vergangenen Jahr verkaufte sich das Spitzenmodell schlechter. Der Verkäufe sanken um 5,4 Prozent.

Platz 8

Mini Countryman - 101.897 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Crossover der britischen Tochter wird im BMW-Auftrag vom österreichischen Zulieferer Magna Steyr gefertigt. Im Jahr 2013 stagnieren die Verkäufe mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent.

Platz 7

X5 - 107.231 verkaufte Fahrzeuge

Der dritte Generation des SUVs ging erst im vergangenen Jahr an den Start. Die Verkäufe im zweiten Halbjahr sanken trotzdem leicht um 1,2 Prozent.

Platz 6

Mini Hatch - 128.498 verkaufte Fahrzeuge

Der Klassiker ist auch in seiner Neuauflage seit Jahren ein Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Absatz trotzdem um 2,3 Prozent.

Platz 5

X3 - 157.303 verkaufte Fahrzeuge

Es gibt kaum ein Segment im Automarkt, das derart boomt wie die Kompakt-SUVs. Davon sichert sich BMW ein dickes Stück. Im Jahr 2013 steigen die Verkäufe um 5 Prozent, damit macht der kompakte Geländewagen zehn Prozent des BMW-Umsatzes aus.

Platz 4

X1 - 161.353 verkaufte Fahrzeuge

Seit 2012 wird der kleinste SUV von BMW auch in China produziert. Um satte 9,2 Prozent legten die Verkäufe im Gesamtjahr zu.

Platz 3

1er - 213.611 verkaufte Fahrzeuge

Die Kompaktklasse war jahrelang ein Zugpferd des Wachstums. Mittlerweile sinkt der Absatz aber wieder. Im Jahr 2013 gingen die Verkäufe um 5,8 Prozent zurück. 72 Prozent aller verkauften 1er sind Fünftürer.

Platz 2

5er - 366.992 verkaufte Fahrzeuge

Die Mittelklasse bei BMW kommt in drei Varianten daher. Limousine, Touring und Gran Turismo verkauften sich im Jahr 2013 insgesamt um 2,2 Prozent besser.

Platz 1

3er - 500.332 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW kommt mittlerweile in fünf Varianten daher. Limousine, Touring, Coupé, Cabrio und Gran Turismo verkaufen sich 30,2 Prozent besser als im Vorjahr. Den Großteil machen Limousine und Touring-Varianten aus.

Vor allem in Asien wächst der Münchner Autohersteller weiter kräftig: In den ersten neun Monaten kletterten die Auslieferungen dort um 14,2 Prozent, während das Wachstum in Europa weiter schwächelt. Für das Gesamtjahr 2014 bekräftigte Vorstandschef Norbert Reithofer die Prognose, wonach der Konzern neue Bestwerte bei Absatz und Vorsteuergewinn erzielen will.

Je nach wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen könne die Bandbreite über- oder unterschritten werden, hieß es. BMW hatte bereits angekündigt, dass sich die Rendite im zweiten Halbjahr abschwächen werde. Die gesamte Autobranche betrachtet Krisenherde wie die Ukraine oder den Nahen Osten mit wachsender Sorge.

Auch wenn die deutschen Hersteller dort nicht allzu viele Fahrzeuge verkaufen, geht von diesen Regionen Verunsicherung aus. Und verunsicherte Kunden zögern beim Autokauf. In Europa droht zudem die gerade erst in Schwung gekommene Erholung schon wieder abzuflauen.

Die deutschen Oberklasse-Hersteller können Probleme in Europa umschiffen, weil ihre teuren Limousinen und Geländewagen vor allem in China und den USA, den beiden weltgrößten Absatzmärkten, nach wie vor beliebt sind.

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