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22.01.2004

14:39 Uhr

Gewinn im vierten Quartal gesunken

Pfizer hat Übernahmen noch nicht verdaut

Der weltgrößte Pharmakonzern musste im letzten Quartal 2003 trotz eines Umsatzanstiegs ein Minus beim Gewinn hinnehmen.

HB NEW YORK. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres konnte der Hersteller der Potenzpille Viagra und des Cholesterinsenkers Lipitor einen Gewinn von 602 Mill. Euro oder acht Cent je Aktie verbuchen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres standen noch 2,86 Mrd. Dollar oder 46 Cent je Anteilsschein unter dem Strich.

Als Grund für das Minus nannte der US-Konzern Belastungen aus der Übernahme von Wettbewerbern. Pfizer hatte im vergangenen Frühjahr den kleineren Konkurrenten Pharmacia für 60 Mrd. Dollar gekauft und bereits Gewinnrückgänge im zweiten und dritten Quartal 2003 mit den Kosten dieses Geschäfts begründet. Das Minus im vierten Quartal sei zudem auf späte Belastungen aus dem Kauf des Pharma-Unternehmens Warner-Lambert im Jahr 2000 zurückzuführen, dem Hersteller von Lipitor.

Der Umsatz sei um 52 Prozent auf 14,2 Mrd. Dollar gestiegen, wozu wesentlich die übernommene Pharmacia beigetragen habe, teilte der Pharmariese mit. Den Gewinn ohne Sonderposten bezifferte Pfizer auf 53 Cent je Aktie - zwei Cent mehr als von Analysten erwartet.

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern weiter mit einem Gewinn ohne Sonderposten von 2,13 Dollar pro Aktie. Dies entspräche einer Steigerung um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Cholesterinsenker Lipitor ist das weltweit meistverkaufte Arzneimittel. Der Umsatz mit dem Antibiotikum Zithromax sprang um 35 Prozent nach oben, während sich die Einnahmen aus dem Geschäft mit Norvasc, dem weltweit meistverkauften Blutdruck-Mittel, um 17 Prozent Prozent erhöhten. Vergleichsweise gering fiel dagegen das Umsatzplus von vier Prozent beim Potenzmittel Viagra aus, das inzwischen Konkurrenz bekommen hat.

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