Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.08.2013

12:12 Uhr

Gewinn klettert

Beteiligung an VW füllt Porsche die Kasse

Das Gewinnplus der Porsche-Holding geht allein auf die Beteiligung an den Wolfsburgern zurück. Die Gesellschaft hält zwar Ausschau nach weiteren Beteiligungen im Automobilsektor. Bislang ist aber noch nichts passiert.

Die Porsche Holding ist mit knapp 51 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt. dpa

Die Porsche Holding ist mit knapp 51 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt.

StuttgartDie Beteiligung an Volkswagen hat der Porsche-Holding im ersten Halbjahr erneut einen Gewinnsprung beschert. Nach Steuern habe das Ergebnis nach den ersten sechs Monaten bei 1,47 Milliarden Euro gelegen, wie die Porsche SE (PSE) am Dienstag mitteilt. Vor einem Jahr waren es noch 1,16 Milliarden Euro. Das Ziel für 2013 steht: Im Gesamtjahr peilt Porsche ein Ergebnis im niedrigen einstelligen Milliardenbereich an - nach 7,83 Milliarden Euro 2012.

Die Porsche SE ist nach dem Verkauf des Sportwagenbauers Porsche eine reine Finanzholding mit lediglich 36 Mitarbeitern. Porsche ist bislang nur an VW beteiligt. Das maßgebliche Geschäft der PSE ist die Beteiligung am Volkswagen-Konzern, an dem sie etwas mehr als die Hälfte der Stimmrechte und knapp ein Drittel des Kapitals hält. Seit Mitte Juni kontrollieren die Familien Porsche und Piëch die Holding wieder allein. Der Staatsfonds des Scheichtums Katar hatte seine Anteile an die Familien verkauft.

Zum Stichtag 30. Juni hatte die Holding 2,65 Milliarden Euro in der Kasse, etwas mehr als zu Jahresbeginn. Vor einem Jahr stand Porsche bei den Banken noch mit zwei Milliarden Euro in der Kreide. Durch den Verkauf des Sportwagenbauers war die Holding in der Lage, ihre Schulden vollständig zu tilgen. Das Geld soll künftig in Zukunftstechnologien im Automobilsektor gesteckt werden. Bislang hat Porsche noch keine konkreten Angaben über mögliche Übernahmekandidaten gemacht.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Bislang sind allerdings auch die juristischen Nachwehen nach dem Übernahmekampf zwischen VW und Porsche noch nicht ausgestanden. Anleger und Fonds sahen sich damals falsch informiert und fordern Schadenersatz. Am Bundesgericht in New York sind noch acht Klagen anhängig. In erster Instanz hatte Porsche einen Etappensieg errungen, die Berufung steht noch aus. Andere Kläger zogen nach einem Vergleich vor das Landgericht Stuttgart. Auch in Braunschweig und Hannover streiten mehrere Fondsgesellschaften um Schadenersatz.

Bislang gibt sich das Unternehmen siegessicher: Nach wie vor habe Porsche lediglich etwas mehr als 40 Millionen Euro für mögliche Kosten im Zusammenhang mit den laufenden Prozessen zurückgestellt, sagte ein Sprecher.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×