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06.02.2014

13:57 Uhr

Gewinn steigt

Anlagenbauer Gea erhöht Dividende

Der Maschinenbauer Gea ist im Aufwind: Der Gewinn für 2013 steigt und im laufenden Jahr will das Unternehmen noch einmal zulegen. Die Aktionäre werden am guten Ergebnis beteiligt.

Bei Gea läuft's: Die weltweite Nachfrage nach Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung trägt zum guten Ergebnis des Anlagenbauers bei. PR

Bei Gea läuft's: Die weltweite Nachfrage nach Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung trägt zum guten Ergebnis des Anlagenbauers bei.

DüsseldorfDer Anlagenbauer Gea hat dank der weltweiten Nachfrage nach Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung im vergangenen Jahr seinen Gewinn gesteigert. Vorstandschef Jürg Oleas kündigte am Donnerstag eine um fünf Cent auf 60 Cent je Aktie höhere Dividende an, sorgte aber zugleich mit seiner Geschäftsprognose für 2014 für Enttäuschung. Der Schweizer will im fortgeführten Geschäft den um Einmaleffekte bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) auf bis zu 590 Millionen Euro ausbauen. 2013 war der Betriebsgewinn auf 530 Millionen Euro von 494 Millionen Euro im Jahr davor gestiegen. Der Umsatz soll 2014 gegenüber zuletzt 4,3 Milliarden Euro moderat zulegen.

Die Prognose liege deutlich unter den Markterwartungen, erklärte DZ-Bank Analyst Markus Turnwald. Er hatte mit einem Betriebsgewinn von 628 Millionen Euro gerechnet. Das Management sei wohl in seinen Annahmen konservativ, um erneut seine Ziele zu erreichen, erklärte der Experte. "Uns war klar, dass der Ausblick jetzt nicht besonders sexy ist", räumte Gea-Chef Oleas ein. Der Konzern wolle aber berechenbar sein und seine Prognosen einhalten.

An der Börse verlor die im MDax notierte Gea-Aktie im frühen Handel fast sieben Prozent an Wert, baute einen Teil der Verluste jedoch später wieder ab.

Gea mit rund 18.000 Beschäftigten wolle im laufenden Jahr seine Position in den Schlüsselmärkten weiter ausbauen, kündigte Oleas an. Die wichtigsten Absatzmärkte sind die USA, China und Deutschland. Zu den Konkurrenten gehört der schwedische Konzern Alfa Laval. Während der Maschinenbaubranche die schwache Nachfrage unter anderem in den krisengeschüttelten Staaten Südeuropas zu schaffen macht, profitiert Gea von der wenig konjunkturanfälligen Lebensmittelindustrie. Zu den Kunden gehören Konzerne wie Nestle, Mondelez oder Unilever.

Der geplante Verkauf des Geschäfts mit Wärmetauschern, die in Klimaanlagen oder in Kühltürmen eingesetzt werden, könnte noch in der ersten Jahreshälfte erfolgen, sagte Oleas. Der endgültige Abschluss solle dann in den Monaten danach über die Bühne gehen. Ein Verkauf des Bereichs könnte mehr als eine Milliarde Euro in die Kasse von Gea spülen. Als mögliche Interessenten gelten Finanzinvestoren wie Bain Capital, Onex, CVC, Blackstone, Permira oder EQT. Mit den Einnahmen will Gea auch eigene Zukäufe stemmen. Dabei habe der Konzern vor allem Firmen mit einem Umsatz von 20 bis 30 Millionen Euro oder 100 bis 150 Millionen Euro im Blick, erklärte Oleas.

Von

rtr

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