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09.03.2011

13:56 Uhr

Gewinn steigt

Symrise spürt Rückenwind

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat im vergangenen Jahr von der wieder erstarkten Konjunktur profitiert. Das Unternehmen hat die Erwartungen erfüllt und seinen operativen Gewinn deutlich gesteigert.

Symrise-Mitarbeiterin in Aktion: Der Duft- und Aromenhersteller hat gute Nachrichten für die Aktionäre. Quelle: dpa

Symrise-Mitarbeiterin in Aktion: Der Duft- und Aromenhersteller hat gute Nachrichten für die Aktionäre.

FrankfurtNach einem von der Konjunkturholung beflügelten Geschäftsjahr kehrt der Duft- und Aromenhersteller Symrise zu moderaten Wachstumsraten zurück. Der weltweit viertgrößte Hersteller von Aromen und Düften für Lebensmittel, Parfüms und Kosmetika stellte am Mittwoch zur Bilanzvorlage für 2011 ein um Währungseffekte bereinigtes Umsatzplus von drei bis fünf Prozent und eine operative Rendite (Ebitda-Marge) von mindestens 20 Prozent in Aussicht. 2010 hatten die Erholung der Nachfrage in Westeuropa und starke Geschäfte in Schwellenländern die Erlöse noch währungsbereinigt um elf Prozent auf 1,57 Milliarden Euro anschwellen lassen. Dabei warfen die Geschäft eine operative Rendite von 21,1 Prozent ab.

Konzernchef Jürgen zeigte sich aber auch für das kommende Jahr zuversichtlich. "Wir haben uns erneut zum Ziel gesetzt, schneller als der Markt zu wachsen." Dabei rechnet 2011 mit einem Wachstum der Märkte für Düfte und Geschmacksstoffe von etwa drei Prozent. 2010 waren es noch sechs Prozent. Die Kosten für Rohstoffe würden dieses Jahr zwar um einen mittleren einstelligen Prozentbereich zunehmen, sagte der Manager. Er erwartet allerdings keinen "unnormalen" Anstieg der Rohstoffkosten. Das niedersächsische Unternehmen verwendet Grundsubstanzen, die nur zu 30 Prozent auf Rohöl zurückgehen.

Der überwiegende Teil sind natürliche Rohstoffe wie Vanille oder Zwiebeln.

An der Börse konnte Symrise mit Zahlen und Ausblick punkten. Die im MDax notierte Aktie war mit einem Plus von 5,6 Prozent zweitgrößter Gewinner in dem Index. "Angesichts einer soliden Entwicklung im vierten Quartal 2010 und eines zuversichtlichen Ausblicks sollten die jüngste Marktunsicherheiten über die Aussichten 2011 schwinden", kommentierte die BHF Bank.

Im vergangenen Jahr kam Symrise auf einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 331,2 Millionen Euro - ein sattes Plus von 35 Prozent. "Wir haben den kräftigen Rückenwind des Konjunkturaufschwungs genutzt und unsere Produktionskapazitäten das ganze Jahr über mit sehr hoher Auslastung gefahren", erklärte Der Jahresüberschuss schnellte sogar um 58,4 Prozent auf 133,5 Millionen Euro in die Höhe. "Tendenziell wird sich das Nettoergebnis auch 2011 verbessern", sagte Finanzchef Bernd Hirsch. Den Aktionären stellte das Management eine um 20 Prozent auf 60 Cent angehobene Dividende in Aussicht.

Besonders rund liefen die Geschäfte im vergangenem Jahr in Asien. Dort legten die Umsätze um 21 Prozent zu, aber auch in Europa, Nord -und Lateinamerika wurden zweistellige Zuwächse erzielt. Das Geschäft mit Großkunden konnte Symrise weiter ausbauen. Symrise zählt nicht nur Luxusgüterhersteller wie Christian Dior sondern auch Konsumgüterkonzerne wie Procter & Gamble und Lebensmittelproduzenten wie Nestle zu seinen Kunden.

Von

rtr

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