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10.03.2011

11:19 Uhr

Gewinn vervielfacht

K+S strotzt vor Optimismus

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Noch stärker stieg der Gewinn. Und auch der Ausblick fällt optimistisch aus, das Unternehmen erhöht die Prognose.

Salzabbau bei K+S: Das Unternehmen hat im Jahr 2010 geglänzt. Quelle: dpa

Salzabbau bei K+S: Das Unternehmen hat im Jahr 2010 geglänzt.

FrankfurtBeim Salz- und Düngemittelkonzern K+S wächst dank stark gestiegener Preise für Weizen, Mais und andere Agrarprodukte die Zuversicht. Das Unternehmen hat seinen Betriebsgewinn 2010 mehr als verdreifacht auf 727 Millionen Euro und rechnet auch im laufenden Jahr mit deutlichen Zuwächsen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass auch 2011 ein gutes Jahr für die K+S-Gruppe wird“, sagte Firmenchef Norbert Steiner am Donnerstag. „Die weltweite Düngemittelnachfrage dürfte weiter steigen.“

Die Preise vieler Agrarprodukte sind zuletzt kräftig nach oben geschossen - unter anderem wegen einer höheren Nachfrage aus Schwellenländern und der gestiegenen Produktion von Biotreibstoff. Landwirte haben deshalb derzeit einen hohen Anreiz, mit Düngemitteln auf einer größtmöglichen Anbaufläche ihre Ernten zu steigern. Der Dax-Konzern aus Kassel schraubte wegen der „sich zum Jahresende und im Verlauf des ersten Quartals 2011 abzeichnenden positiven Nachfrage- und Preistendenzen“ seine Wachstumsprognose nach oben und rechnet nun mit einem spürbaren Umsatzanstieg 2011. Bisher hatte K+S nur einen moderaten Erlösanstieg in Aussicht gestellt.

Betriebsgewinn und Überschuss sollen 2011 deutlich zulegen.

2010 sorgte bei K+S auch das Salzgeschäft für Rückenwind. In den frostigen Wintermonaten rissen die Kunden dem Konzern die Streusalz-Packungen förmlich aus der Hand, zudem nahm K+S den 2009 übernommenen US-Konzern Morton Salt erstmals voll in die Bilanz. Auf Konzernebene kletterte der Umsatz um 40 Prozent auf den neuen Rekordwert von fünf Milliarden Euro, womit K+S ebenso wie beim Betriebsgewinn die Erwartungen der Analysten übertraf.

Von der guten Geschäftslage werden auch die K+S-Aktionäre profitieren: Sie sollen eine Dividende von einem Euro je Aktie erhalten nach 20 Cent für das Krisenjahr 2009 - Analysten hatten für 2010 lediglich mit 88 Cent gerechnet. Zudem sollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung grünes Licht für die Umstellung von Inhaber- auf Namensaktien geben.

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