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27.06.2011

13:52 Uhr

Gewinn

Zumtobel erwartet langsameres Wachstum

Der österreichische Leuchtenhersteller investiert mehr in energiesparende LED-Leuchten. Deshalb werden die Gewinne wohl nur leicht steigen.

Der österreichische Leuchtenhersteller investiert mehr in neue Produkte. Quelle: dpa

Der österreichische Leuchtenhersteller investiert mehr in neue Produkte.

WienDer österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel sieht sich - anders als einige Branchenkenner - nicht als Übernahmekandidat. Das Unternehmen habe eine „solide Eigentümerstruktur“, sagte Firmenchef Harald Sommerer am Montag. „Das gibt uns ausreichend Sicherheit, unseren Weg zu beschreiten.“

Zuletzt hatten Analysten im Zuge des bevorstehenden Börsengangs der Siemens-Tochter Osram spekuliert, diese könne sich mit einer Übernahme von Zumtobel für die Zukunft rüsten. „Wir lassen uns durch diese Gerüchte nicht nervös machen“, sagte Sommerer. Die Eigentümerfamilie Zumtobel halte gut 35 Prozent. Rund 50 Prozent stehen in Streubesitz. An der Börse ist das Unternehmen derzeit 860 Millionen Euro wert - Osram als Ganzes Schätzungen zufolge fünf bis sieben Milliarden.

Bei der Wahrung der Eigenständigkeit helfen soll auch der Ausbau des Geschäfts mit energiesparenden LED-Lampen. In vier Jahren soll die Leuchtdioden-Technik (LED) dem Vorarlberger Konzern ein Drittel der Umsätze sichern. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen damit nur acht Prozent des Jahreserlöses von 1,2 Milliarden Euro. Die neuen Lampen gelten als Zukunftstechnologie und Wachstumsmarkt. „Wir haben eine Vorwärtsstrategie definiert, die können wir alleine gehen“, sagte Sommerer mit Blick auf die neu gesteckten Mittelfrist-Ziele.

Im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende April) peilt Zumtobel ein stabiles Umsatzwachstum von zehn Prozent an. Der Gewinn werde wegen der Investitionen in die neue Technologie jedoch langsamer wachsen als zuletzt. 2010/11 verbuchte Zumtobel ein bereinigtes operatives Ergebnis von 78,4 Millionen Euro - gut 52 Prozent mehr als im Geschäftsjahr davor.

Im vergangenen Geschäftsjahr investierte Zumtobel knapp 63 Millionen in Forschung und Entwicklung. LED-Lampen ersetzen zunehmend herkömmliche Glühlampen und werden auch für Lichtwerbung oder die Beleuchtung von Fussballfeldern benutzt. Zuwächse erhofft sich das Unternehmen auch durch die Notwendigkeit künftig sparsamere Leuchten einzusetzen, etwa durch den Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland.

Unter dem Strich stand 2010/11 ein Gewinn von 51,3 Millionen Euro nach einem Minus von knapp 70 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Aktionäre sollen daher eine Dividende von 50 Cent je Anteilschein erhalten nach 15 Cent im vergangenen Verlustjahr.

Von

rtr

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