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06.08.2014

11:53 Uhr

Gewinnanstieg

Porsche-Holding verdient bei Volkswagen mit

Porsche ist als Großaktionär am Volkswagen-Konzern beteiligt. Weil es beim Partner gut läuft, darf sich der Sportwagenbauer jetzt über einen satten Gewinnanstieg freuen.

Ein Porsche 911, gespiegelt in einer Radkappe: Porsche macht mit Volkswagen Reibach. dapd

Ein Porsche 911, gespiegelt in einer Radkappe: Porsche macht mit Volkswagen Reibach.

StuttgartDer Volkswagen-Konzern hat seinem Großaktionär Porsche im ersten Halbjahr einen satten Gewinnanstieg beschert. Das Konzernergebnis nach Steuern sei um 18 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro gestiegen, erklärte die von den Familien Porsche und Piech kontrollierte Holding am Mittwoch. Der Wolfsburger Konzern hatte von Januar bis Juni das Ergebnis nach Steuern um knapp ein Fünftel auf 5,7 Milliarden Euro gesteigert.

Der Gewinnanteil der Aktionäre betrug 5,58 Milliarden Euro. Die Porsche-Holding hält inzwischen 31,5 Prozent des VW-Gesamtkapitals und 50,7 Prozent der Stammaktien.

Wie Ferdinand Piëch einen Weltkonzern schuf

1990er-Jahre

1993: Als Ferdinand Piëch im Januar 1993 den Vorstandsvorsitz von VW übernimmt, kämpft der Konzern mit einem Einbruch des Nordamerikageschäfts, hohen Kosten und Verlusten. Der neue Chef holt den Sanierer José Igancio López nach Wolfsburg. Weil der Spanier Betriebsgeheimnisse mitgenommen haben soll, entbrennt ein langwieriger Rechtsstreit mit seinem alten Arbeitgeber General Motors.
1997: Dank Piëchs Internationalisierungsstrategie laufen fast zwei von drei Autos im Ausland vom Band. 
1998: Mit der Übernahme der Marken Bentley (Foto) und Bugatti steigt Volkswagen ins Luxussegment ein. 
1999: Der Lupo kommt als erstes Drei-Liter-Auto auf den Markt. Im gleichen Jahr übertrifft Volkswagen als erster europäischer Hersteller die Schwelle von 100 Millionen produzierten Fahrzeugen

2000

Mit der im Juni eröffneten Autostadt setzt Piëch sich und dem VW-Konzern ein Denkmal in Wolfsburg. 

2001

Mit dem Luxusmodell „Phaeton“ erweitert VW das Oberklassenangebot. Für die Produktion des Kompaktvans Touran wird mit der IG Metall ein eigenes Tarifmodell entwickelt.

2002

Volkswagen übernimmt die schwedische Scania komplett und stärkt damit das Lkw-Geschäft. Der Aufsichtsrat wählt im April des Jahres Bernd Pischetsrieder zum Vorstandschef. Piëch übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat.

2007

Im Januar tritt Martin Winterkorn das Amt des Vorstandsvorsitzenden an. Der VW-Konzern liefert 6,2 Millionen Fahrzeuge aus - so viele wie noch nie zuvor. Insbesondere in China, Brasilien und Osteuropa vermeldet VW Zuwächse von bis zu 32 Prozent im Vorjahresvergleich.

2009

Der von VW gesponserte VfL Wolfsburg gewinnt die Deutsche Fußball-Meisterschaft.

2011

Volkswagen legt in Silao in Mexiko den Grundstein für ein neues Motorenwerk. Nach zweijähriger Bauzeit eröffnet in den USA das neue Werk in Chattanooga mit einer Jahreskapazität von 150 000 Autos.

2012

VW hält über eine Holding 100 Prozent der Anteile an der Porsche AG, die als eigenständige Marke geführt wird - der integrierte Konzern von Volkswagen und Porsche entsteht.

Die Nettoliquidität der Holding lag zum 30. Juni mit 2,54 Milliarden Euro leicht unter dem Niveau von Ende 2013. Der VW-Großaktionär plant schon länger mit dem Geld Übernahmen von Automobilzulieferern. Allerdings sind milliardenschwere Schadenersatzforderungen gegen Porsche von Investoren im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme von VW vor Gericht noch längst nicht ausgefochten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Frau Pia Paff

07.08.2014, 10:50 Uhr

Bei dem Absahnen kann sich Piech ja täglich ne Bratwurst reinziehen. Bezahlt von 45.000 Leiharbeitern.

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