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29.03.2012

13:24 Uhr

Gewinneinbruch

SMA Solar kürzt Dividende

Die Kürzung der Solarförderung und der harte Wettbewerb mit chinesischen Herstellern drückt auch das Ergebnis von SMA Solar. Die Dividende wird mehr als halbiert. Die Erwartungen sind ebenfalls verhalten.

SMA erwartet weniger Umsatz und Gewinn. dpa

SMA erwartet weniger Umsatz und Gewinn.

Niesetaler/FrankfurtDie schwarzen Wolken über der Solarwirtschaft haben auch die Bilanz des Branchenprimus SMA Solar verdunkelt. Der Gewinn des Solartechnikherstellers brach 2011 um mehr als die Hälfte auf 166,1 Millionen Euro ein, nach 365 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie die im TecDax notierte Gesellschaft aus Niestetal bei Kassel am Donnerstag mitteilte.

Angesichts des Preisverfalls in der Branche und geplanter Förderkürzungen in Deutschland rechnet SMA für das laufende Jahr mit einem weiteren Rückgang von Umsatz und Profitabilität. Die weitere Entwicklung sehe er jedoch positiv, sagte SMA-Chef Pierre-Pascal Urbon.

Das Geschäft will SMA vor allem im Ausland machen. Rund 80 Prozent des Umsatzes 2012 sollten dort erwirtschaftet werden, sagte Urbon. China, einer der größten Wachstumsmärkte, bleibt aber außen vor. Dort sei durch milliardenschwere Subventionen für chinesische Hersteller der Wettbewerb stark verzerrt. „In China werden wir keinen Stich machen“, sagte Urbon.

Weltweit seien rund 200 asiatiche Wechselrichter-Anbieter auf dem Markt. „Der asiatische Wettbewerb ist eine Bedohung. Aber wir scheuen nicht die Auseinandersetzung über den Preis“, sagte der Vorstandschef. SMA wolle mit Service und Innovationen punkten. Für Forschung sollen rund 100 Millionen Euro ausgegeben werden. „Mehr als mancher Wettbewerber Umsatz hat“, sagte Urbon.

Im Vergleich zu vielen anderen Solarunternehmen, die wegen des harten Preiskampfs in der Branche Verluste auswiesen, hielt sich SMA Solar im vergangenen Jahr vergleichsweise gut. Der Umsatz ging allerdings von gut 1,9 Milliarden Euro auf knapp 1,7 Milliarden zurück. In diesem Jahr dürften die Erlöse auf 1,2 Milliarden bis 1,5 Milliarden Euro sinken, sagte das Unternehmen voraus. Die Anleger zeigten sich enttäuscht - die Aktie gab zwischenzeitlich um etwa acht Prozent nach.

Zum Stichtag 31. Dezember 2011 waren bei SMA inklusive Zeitarbeiter knapp 6400 Menschen beschäftigt. Die von SMA Solar hergestellten Wechselrichter wandeln den Gleichstrom aus Solarzellen in Wechselstrom um und sind daher Kernstück einer Solaranlage. Die SMA Solar Technology AG ist nach eigenen Angaben mit 33 Prozent Marktanteil Weltmarktführer in diesem Bereich.

Kommentare (1)

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02.04.2012, 20:36 Uhr

Mal schaun, wie das Ende des 4ten Quartals 2012 aussehen wird...da fällt ein "Weltmarktführer" dann ganz plötzlich vom Thron. Abgesehen von den ständigen Q-Problemen einiger Geräteserien, den viel zu hohen Produktionskosten und dem komplizierten & fehlerbehafteten Geräteaufbau, hat man es die letzten 3 Jahre verpennt, die Kurve zu bekommen. Sich auf den "sicheren" Subventionen einer künstlichen Marktblase auszuruhen, geht selten gut. Spätestens Anfang 2013 geht SMA den gleichen Weg wie Q-Cells, Solon & Konsorten..nämlich in die Bedeutunglosigkeit.Oder wird für einen Appel und Ei von Siemens ,Bosch ,GE oder einem anderen Bigplayer geschluckt.
Bye bye SMA

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