Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.03.2011

13:04 Uhr

Gewinneinbruch

Zementkonzern Holcim setzt auf Schwellenländer

Die Baukrise in Europa und den USA belastet den Schweizer Zementkonzern Holcim. Der Gewinn fiel im vergangenen Geschäftsjahr rund 20 Prozent geringer aus. Trotzdem wagt die Konzernspitze einen positiven Ausblick.

Die Zeiten für Zementhersteller sind hart. Quelle: dpa

Die Zeiten für Zementhersteller sind hart.

ZürichWegen der anhaltenden Marktflaute in Europa und den USA setzt der Schweizer Zementkonzern Holcim seine Hoffnungen auf die ungebremste Baulaune in den Schwellenländern. „In Asien ist mit einem fortgesetzten Wachstum und zusätzlichen Bauaktivitäten in Ozeanien in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen“, zeigte sich der Konzern am Mittwoch optimistisch für 2011. Zwar sei auch in Europa und den USA mit einer leichten Erholung zu rechnen, doch spüre die Bauindustrie derzeit noch die Nachwirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise. Hinzu kamen im vergangenen Jahr ungünstige Wetterbedingungen wie Regen und Kälteeinbrüche. Dementsprechend lag der Umsatz 2010 mit 21,65 Milliarden Franken (16,97 Milliarden Euro) nur minimal höher als im Vorjahr und genügte den Markterwartungen nicht. 

Daneben belasteten höhere Steuer- und Finanzaufwendungen den Reingewinn, der um 19,6 Prozent auf 1,18 Milliarden Franken fiel. Analysten waren von einem durchschnittlichen Umsatz von 21,87 Milliarden Franken und einem Reingewinn von 1,11 Milliarden Franken ausgegangen. Für das abgelaufene Jahr will das Unternehmen eine unveränderte Dividende von 1,50 Franken je Aktie ausschütten. 

Die Holcim-Aktie verlor in einem schwachen Gesamtmarkt rund zwei Prozent. Zwar fehlten kurzfristig noch die Kaufimpulse, doch mittelfristig dürften die positiven Wachstumsaussichten für Anlegerinteresse sorgen, hieß es im Handel. 

Für 2011 dürften alle Regionen mit Ausnahme von Afrika und dem Nahen Osten Wachstum zeigen. Zudem geht der Konzern von einem steigenden Absatz in allen Unternehmensbereichen aus. Im abgelaufenen Jahr investierte der Konzern dazu rund 1,2 Milliarden Franken in die Erweiterung bestehender Kapazitäten, unter anderem in Mexiko, Indien und Russland. Insgesamt konnten neue Zementkapazitäten in Höhe von 6,8 Millionen Tonnen in Betrieb genommen. Zudem setzt Holcim darauf, steigende Energiekosten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben zu können.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×