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29.10.2012

18:55 Uhr

Gewinnrückgang

Burger King brät gegen die Krise an

Die Quartalszahlen der US-Fastfood-Kette sehen besser aus als erwartet, und doch drücken sie auf die Stimmung. Der Gewinn ging deutlich zurück. Konzernchef Hees sieht den Grund in der dümpelnden Weltwirtschaft.

Ein Burger King-Kunde in Springfield, US-Staat Illinois. dapd

Ein Burger King-Kunde in Springfield, US-Staat Illinois.

MiamiDie Hamburger-Kette Burger King kämpft um die Kundschaft. Das Geschäft mit Whopper und Co. kam im dritten Quartal kaum von der Stelle. Der Gewinn fiel sogar deutlich. Der größere Rivale McDonald's hatte ein ähnliches Schicksal erlitten. Burger-King-Chef Bernardo Hees sprach am Montag von einer „herausfordernden globalen Wirtschaftslage“.

Burger King verdiente unterm Strich knapp 7 Millionen Dollar (5 Mio Euro) nach 39 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte um mehr als ein Viertel auf 451 Millionen Dollar. Das lag jedoch vor allem daran, dass Burger King viele früher selbst betriebene Filialen in die Hände von Partnern gelegt hat. Diesen Effekt und Währungsschwankungen ausgeklammert, stieg der Umsatz minimal.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Burger King schnitt insgesamt besser ab als erwartet, die Aktie verteuerte sich um zwei Prozent. Das Unternehmen war erst im Juni an die Börse zurückgekehrt. Davor war Burger King fast zwei Jahre lang im Besitz des Finanzinvestors 3G Capital, der weiterhin einen großen Anteil hält.

Von

dpa

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