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04.05.2011

08:37 Uhr

Gewinnsprung

Gute Geschäfte in Asien lassen Linde jubeln

Linde hat zum Jahresstart vom starken Geschäft in Asien profitiert und im ersten Quartal einen Gewinnsprung erzielt. Der Industriegasespezialist hat allerdings, anders als andere Dax-Konzerne, nicht die Prognose erhöht.

Eine Luftzerlegungsanlage von Linde. Quelle: dpa

Eine Luftzerlegungsanlage von Linde.

München

Der Industriegasespezialist Linde hat dank eines boomenden Asiengeschäfts seinen Rekordkurs fortgesetzt. Der operative Gewinn schnellte im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 18,7 Prozent auf 761 Millionen Euro nach oben, wie der Münchener Konzern am Mittwoch mitteilte. Damit übertraf Linde die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt nur 736 Millionen erwartet hatten. "Wir sind erneut profitabel gewachsen und auf einem guten Weg, unsere Ziele zu erreichen", erklärte Konzernchef Wolfgang Reitzle. Sparanstrengungen halfen zudem, die operative Rendite um 80 Basispunkte auf 22,9 Prozent zu verbessern.

Das Unternehmen, das unter anderem die Stahl- und Elektrobranche mit Sauerstoff und Stickstoff beliefert, setzte im Auftaktquartal insgesamt 3,33 Milliarden Euro um und damit 14,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 303 Millionen Euro - ein sattes Plus von 42,3 Prozent. Auch der große europäische Konkurrent, der französische Konzern Air Liquide, hatte einen guten Jahresstart erwischt. Der Rivale steigerte dank eines rasant wachsenden Geschäfts in den Schwellenländern seinen Umsatz im ersten Quartal unerwartet stark.

Linde profitiert davon, dass der Konzern 2006 mit dem Kauf des britischen Gasekonkurrenten BOC sein Asiengeschäft stark ausgebaut hat. Dort erzielte Linde deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. So steigerte Linde in der Region im Gasegeschäft den Umsatz um 22,5 Prozent auf 707 Millionen Euro und das operative Ergebnis um 21 Prozent auf 196 Millionen Euro. In China, sowie in Süd- und Ostasien ist Linde mittlerweile Marktführer. Insgesamt kam Linde in seiner Gasesparte auf einen operativen Gewinn von 727 Millionen Euro - ein Plus von 16,3 Prozent.

In der kleineren Anlagenbausparte, die etwa Olefin- und Synthesegasanlagen errichtet, hat sich Linde zufolge das Marktumfeld weiter stabilisiert. In dem Bereich erzielte der Konzern im Auftaktquartal ein operatives Ergebnis von 62 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 21,6 Prozent entspricht.

Für das Gesamtjahr stellte Linde-Chef Reitzle wie bisher für den Konzern einen Umsatzzuwachs und einen Anstieg des operativen Gewinns in Aussicht. Einen konkreten Ausblick wagte er nicht. Auch mittelfristig sieht Reitzle das Münchener Unternehmen auf Kurs: "Wir sind gut aufgestellt und werden insbesondere unsere Chancen in den Bereichen Umwelt und Energie, in den Wachstumsmärkten Asiens und im Geschäft mit medizinischen Gasen konsequent nutzen." Der Manager hatte dem Konzern im März neue Mittelfristziele vorgegeben. 2014 soll der operative Gewinn bei mindestens vier Milliarden Euro liegen - rund ein Drittel mehr verglichen mit den 2,93 Milliarden Euro des vergangenen Jahres.

Von

rtr

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