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19.01.2005

13:55 Uhr

Gewinnsprung im vierten Quartal

Lipitor macht Pfizer Freude

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hat der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer seinen Gewinn deutlich gesteigert. Dies ist vor allem den starken Umsätzen mit dem Cholesterinsenker Lipitor und anderen wichtigen Medikamenten zu verdanken.

HB NEW YORK. Der Reingewinn sei im vierten Quartal auf 2,83 Mrd. Dollar oder 38 Cent je Aktie gestiegen von 602 Mill. Dollar oder acht Cent je Aktie im Vorjahr, teilte Pfizer am Mittwoch mit. Bei dem Gewinnsprung seien allerdings die hohen Belastungen in Milliardenhöhe im Vorjahr im Zusammenhang mit dem Kauf von Pharmacia Corp und Warner Lambert zu berücksichtigen, hieß es. Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben auch vom Kursrückgang des Dollar, der den Wert der im Ausland verkauften Medikamente bei Wechseln in Dollar erhöhte. Der Kurs der Pfizer-Aktie stieg an der Wall Street im frühen Handel um 0,7 % auf 25,48 Dollar.

Ohne Berücksichtigung von Sonderposten erwirtschaftete Pfizer unter dem Strich einen Gewinn von 58 Cent je Aktie, wie der Konzern bekannt gab. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 59 Cent prognostiziert. Der Umsatz sei um sieben Prozent auf 14,92 Mrd. Dollar gestiegen. Höhere Erlöse mit dem Blutfettsenker Lipitor und dem Arthritismedikament Celebrex hätten geholfen, die Folgen von Nachahmerkonkurrenz bei anderen Arzneien wettzumachen.

Die Erlöse mit dem Cholesterinsenker Lipitor, dem umsatzstärksten Medikament weltweit, erhöhten sich um 23 % auf 3,26 Mrd. Dollar im Schlussquartal. Lipitor ist in Deutschland unter dem Namen „Sortis“ bekannt. Das Arthritismittel Celebrex setzte mit einer Milliarde Dollar 24 % mehr um als vor Jahresfrist, mit Bextra betrug das Umsatzplus sogar 57 % auf 417 Mill. Dollar.

Sowohl Celebrex als auch Bextra gehören zu der Klasse der sogenannten Cox-2-Hemmer, die zuletzt nach dem Marktrückzug des Konkurrenzmittels Vioxx von Merck & Co ins Visier der Arzneimittelbehörden geraten waren. Im Dezember hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA Ärzten nahegelegt, die Verschreibungen von Bextra and Celberex zu beschränken. Die Medikamente waren mit einem erhöhten Risiko für Herz- und Schlaganfälle bei längerer Anwendung in Verbindung gebracht worden.

Celebrex und Bextra erwirtschafteten im Gesamtjahr 2004 zusammen einen Umsatz von über 4,5 Mrd. Dollar. Im kommenden Monat soll ein Beratergremium der FDA eine Aussage zur Sicherheit von Cox-2-Hemmern treffen.

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