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12.02.2014

10:27 Uhr

Gewinnsteigerung

Roboterbauer Kuka schraubt sich hoch

Zwar konnte er im Gefolge der in Asien erfolgreichen Autobauer die Krise in Europa umschiffen, dennoch will sich der Roboterbauer Kuka etwas lösen, neue Märkte erschließen. Das Ergebnis 2013 gibt dem Unternehmen Recht.

Titan! So heißt das Robotermodell, das hier auf Besucher herabblickt. Kuka will sich ein wenig von der Autobranche lösen – das bis zu eine Tonne Last hebende Gerät könnte auch in anderen Sparten eingesetzt werden. dpa

Titan! So heißt das Robotermodell, das hier auf Besucher herabblickt. Kuka will sich ein wenig von der Autobranche lösen – das bis zu eine Tonne Last hebende Gerät könnte auch in anderen Sparten eingesetzt werden.

MünchenDer Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 120,4 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Augsburg mitteilte. Während in der Robotersparte höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für neue Mitarbeiter den Gewinn drückten, warf das Geschäft mit ganzen Produktionsstraßen deutlich mehr ab. Hier kam Kuka zupass, dass Arbeitsabläufe effizienter wurden, und der Fertigungsanteil in Billigländern stieg. Der Umsatz des Gesamtkonzerns erhöhte sich um zwei Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Die Rendite (Ebit-Marge) legte auf 6,8 Prozent zu und übertraf damit sowohl die Prognose des Unternehmens als auch die Analystenerwartungen.

Wirtschaft und Finanzen

Kuka will Mehrheit an Reis Robotics übernehmen

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka will sich weniger abhängig von der Autobranche machen und plant den Großeinstieg beim Automationsanlagen-Hersteller Reis Robotics. Wie das MDax-Unternehmen am Freitag mitteilte, will es am 1. Januar 51 Prozent der Reis-Anteile übernehmen und bekommt danach die Möglichkeit, das Unternehmen komplett zu schlucken. Darauf hätten sich beide Seiten geeinigt. Reis hatte zuletzt circa 150 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet.

Der Auftragseingang lag 2013 mit 1,88 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Während die Hauptkundschaft aus der Autoindustrie weniger Produktionsroboter bestellte, orderten Abnehmer aus anderen Branchen mehr. Der Konzern will seit langem unabhängiger von den Fahrzeugherstellern werden, mit denen 70 Prozent der Erlöse erzielt werden. Zu Kukas großen Kunden gehören Branchenschwergewichte wie Volkswagen oder Daimler. Im Windschatten von Autobauern, die die Absatzflaute in Europa in florierenden Märkten wie China und Amerika ausgleichen, umschiffte auch der Maschinenbauer weite Teile der Krise auf dem Heimatkontinent. Der Auftragsbestand legte zum Jahresende um neun Prozent zu, was Kuka nach eigenen Angaben für 2014 eine hohe Auslastung sichert.

Eine Prognose für das laufende Jahr will das Management bei der Bilanzpressekonferenz am 26. März abgeben. Bisher war angekündigt, dass 2014 ähnlich wie 2013 wird - allerdings gingen die Augsburger bis dato von einer Zielrendite von 6,5 Prozent aus.

Von

rtr

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