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09.12.2016

09:14 Uhr

Giftige Chemikalien

US-Bundesstaat verklagt Monsanto

Der US-Bundesstaat Washington hat den Chemiekonzern Monsanto verklagt, weil er früher die giftige Chemikalie PCB produzierte. Mindestens acht Städte an der Westküste gehen mit ähnlichen Klagen gegen den US-Konzern vor.

Das Chemie-Unternehmen aus St. Louis ist wegen früherer PCB-Produktion verklagt worden. AFP; Files; Francois Guillot

Bayers Übernahmeziel

Das Chemie-Unternehmen aus St. Louis ist wegen früherer PCB-Produktion verklagt worden.

WashingtonDas Bayer-Übernahmeziel Monsanto ist wegen der früheren Herstellung der giftigen Chemikalie PCB in den USA verklagt worden. Der US-Bundesstaat Washington verlangt Schadensersatz für Umweltverseuchung und die wirtschaftlichen Folgen.

Das Unternehmen aus St. Louis habe jahrzehntelang PCB produziert und dabei sein Wissen über die Gefahren des toxischen Stoffes für Mensch und Umwelt verheimlicht, erklärte Generalstaatsanwalt Bob Ferguson am Donnerstag. Monsanto sei von 1935 an der einzige PCB-Hersteller in den USA bis zum Verbot der krebserregenden Substanz in den Vereinigten Staaten 1979 gewesen.

Der Saatgut- und Herbizid-Produzent bezeichnete die Klage als grundlos. Denn die Chemikalie sei damals zugelassen und nützlich gewesen und von Behörden und Unternehmen gerne eingesetzt worden. Mindestens acht Städte an der US-Westküste gehen mit ähnlichen Klagen gegen Monsanto vor.

Der Saatgutkonzern Monsanto

Hersteller

Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist einer der weltgrößten Hersteller von – oft auch gentechnisch verändertem – Saatgut sowie Unkrautbekämpfungsmitteln.

Umsatz

Das Unternehmen mit Hauptsitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gehört zu den 500 größten börsennotierten in den USA und setzte zuletzt rund 15 Milliarden US-Dollar (gut 13 Mrd. Euro) um. Dabei erzielte Monsanto einen Überschuss von 2,3 Milliarden Dollar.

Mitarbeiter

Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 21.200 Menschen, fast die Hälfte davon in den USA. Der Saatgutkonzern ist in 66 Ländern vertreten – auch in Deutschland.

Kritik

Monsanto bezeichnet eine nachhaltige Landwirtschaft als „Kernanliegen“, wird jedoch weltweit von Umweltschutzorganisationen unter anderem für die Herstellung von gentechnisch veränderten Saatgut heftig kritisiert.

Quelle: dpa

PCB wurde früher häufig zu Isolierungen bei elektrischen Produkten und als Weichmacher bei Lacken, Dichtungsmassen und Kunststoffen eingesetzt. Monsanto ist auch der Entwickler des Unkrautvernichters Glyphosat, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein und auch wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte umstritten.

Bayer hatte sich im September nach monatelangem Ringen mit Monsanto auf ein Zusammengehen verständigt. Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern will das US-Unternehmen für 66 Milliarden Dollar kaufen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Ciller Gurcae

09.12.2016, 09:36 Uhr

Da sind die 66 Milliarden Dollar wohl auch weg, schade. Alles Reparationsleistungen übrigens.

So können wir unseren Rentnern auch nichts zu Weihnachten geben. Zum Glück erhalten wenigstens die griechischen Rentner Weihnachtsgeld: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechische-rentner-bekommen-weihnachtsgeld-14566334.html

Na, die haben bestimmt auch früher tüchtig geschaftt; der Deutsche ist ja die meiste Zeit im Urlaub gewesen.

Tschortscho Eibl

09.12.2016, 12:02 Uhr

Keine Sorge die 66Mill sind nicht weg, die kommen in die USA und werden hier als Verlust abgeschrieben.

Ist eine Win-Win Situation :-)

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