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06.08.2016

04:42 Uhr

Gigafactory wird teurer als erwartet

Tesla warnt vor Kostenanstieg - mal wieder

Tesla braucht noch mehr Geld, als ohnehin befürchtet. Die Batteriefabrik wird wohl teurer und dann müssen noch Wandelanleihen zurückgekauft werden.

Das Markenzeichen des Autoherstellers "Tesla" an einem Model S: Der Bau der eigenen Batteriefabrik wird teurer als erwartet. dpa

Tesla braucht wieder mehr Geld.

Das Markenzeichen des Autoherstellers "Tesla" an einem Model S: Der Bau der eigenen Batteriefabrik wird teurer als erwartet.

San Francisco/BangaloreDer Elektroauto-Hersteller Tesla hat erneut vor möglicherweise steigenden Kosten gewarnt. Die Ausgaben für Bau und Betrieb der "Gigafactory" genannten Batteriefabrik in Nevada könnten höher sein als bislang erwartet, teilte das Unternehmen am Freitag der US-Börsenaufsicht SEC mit. Außerdem könnte der Fertigstellungstermin nach hinten verschoben werden. Eine ähnliche Warnung hatte Tesla schon im März bekannt gegeben. Die Gigafactory soll nach früheren Angaben rund fünf Milliarden Dollar kosten.

Tesla teilte am Freitag zudem mit, im dritten Quartal 411 Millionen Dollar für Wandelanleihen aufbringen zu wollen. Die Anleihen werden 2018 fällig und der Anleger kann wählen, ob er Tesla-Aktien oder Geld als Rückzahlung erhält. In der Mitteilung an die Börsenaufsicht wird nicht ausgeschlossen, dass man noch weitere Aktionen ergreifen werde, um die Menge an ausstehenden Wandelanleihen zu verringern, was "weitere Finanzmittel erfordern" könnte.

Tesla hatte erst am Mittwoch einen um etwa 60 Prozent auf rund 293 Millionen Dollar gestiegenen Quartalsverlust ausgewiesen - den 13. Quartalsverlust in Folge. Gleichzeitig lagen die Fahrzeugauslieferungen hinter den Erwartungen zurück.

Die zusätzlichen Aufwendungen kommen zu einem Zeitpunkt, in dem Tesla-Chef Elon Musk SolarCity, ein anderes seiner Unternehmen, für 2,6 Milliarden Dollar übernehmen will. Zum Stichtag 30.6.2016 verfügte Tesla über liquide Mittel in Höhe von 3,25 Milliarden Dollar.

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