Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.07.2011

14:58 Uhr

Glaxo Smithkline

Umsatzplus lässt Anleger kalt

Um fünf Prozent kann der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline seinen Umsatz steigern – doch die Aktie des Unternehmens beeindruckt dies kaum.

Das Unternehmen nahm in seinem zweiten Geschäftsquartal 6,72 Milliarden Pfund ein. Quelle: ap

Das Unternehmen nahm in seinem zweiten Geschäftsquartal 6,72 Milliarden Pfund ein.

London Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat den Rückgang seines Geschäfts abgebremst und steuert wieder auf Wachstum zu. Das Unternehmen verbuchte im vergangenen Vierteljahr zwar ein Umsatzminus von vier Prozent, konnte damit jedoch den Abwärtstrend der vergangenen Quartale verlangsamen. Konzernchef Andrew Witty zeigte sich am Dienstag überzeugt, dass Glaxo im kommenden Jahr wieder einen Anstieg der Einnahmen verzeichnen wird. Zudem vermeldeten die Briten positive Ergebnisse bei klinischen Tests eines neues Medikaments gegen Hepatitis C.

Glaxos Schrumpfkurs geht auf den starken Abschwung im Verkauf von zwei Medikamenten zurück: der umstrittenen Diabetes-Pille Avandia, die nach Klagen in Europa vom Markt genommen wurde, und des Herpes-Mittels Valtrex, das unter der Generika-Konkurrenz leidet. Zudem bescherte die Angst vor der Schweinegrippe dem Konzern im vergangenen Jahr einen unverhofften Schub. Das Unternehmen betonte deshalb, dass der „zugrundeliegende“ Umsatz - abgesehen von diesem Sondereffekt durch Grippemittel - um fünf Prozent gestiegen sei.

Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal belief sich auf 6,72 Milliarden Pfund und lag damit im Rahmen von Analystenerwartungen. Das Minus von vier Prozent folgt auf Rückgänge von zehn und elf Prozent in den vergangenen Geschäftsquartalen. Den bereinigten Gewinn pro Aktie bezifferte Glaxo auf 25 Pence. Der Börsenkurs des Konzerns legte nach Vorlage der Zahlen gut ein Prozent zu und notierte so hoch wie seit mehr als drei Jahren nicht.

Witty will den Fokus zunehmend „weg von weißen Pillen in westlichen Märkten“ auf Schwellenländer sowie andere Gesundheitsprodukte legen - also Geschäftsfelder, die nicht so schwer von der Generika-Konkurrenz betroffen sind. Trotzdem benötigt der Konzern weiterhin Erfolge in seinem Stammgeschäft. Deshalb nannten Branchenexperten die Erfolge mit dem Hepatitis C-Medikament Promacta als ermutigend.

Der Gewinn von 25 Pence je Aktie übertraf das Vorjahr deutlich, weil Glaxo damals eine Rückstellung von 1,6 Milliarden Pfund für Klagen im Zusammenhang mit Avandia bildete.

 

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×