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27.01.2014

18:38 Uhr

Glaxo

Wichtige Impfstoffe für Kinder nicht lieferbar

Die Mumps, Masern und Röteln-Impfung ist eine der Wichtigsten für Kinder. Doch der Pharmariese Glaxo kann diesen und zwei weitere Impfstoffe momentan nicht liefern. Der Grund: Qualitätsprobleme.

Der GSK-Hauptsitz in London: Zwei Vierfach-Impfungen und eine Einzel-Impfung sind von dem Engpass betroffen. Reuters

Der GSK-Hauptsitz in London: Zwei Vierfach-Impfungen und eine Einzel-Impfung sind von dem Engpass betroffen.

FrankfurtDer britische Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK) kämpft in Deutschland mit Lieferengpässen bei wichtigen Impfstoffen gegen gefährliche Kinderkrankheiten. Dies sei auf Qualitätsprobleme und fehlende Produktionskapazitäten zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Montag mit und bestätigte einen Bericht von „Spiegel Online“. Lieferschwierigkeiten haben die Briten bei einem Vierfach-Impfstoff gegen die Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Auch bei einem Windpocken-Einzelimpfstoff sowie bei einer Vierfach-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio gebe es Probleme.

Bei einigen Chargen der Windpocken-Einzelimpfung sowie beim Vierfach-Impfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken gebe es Qualitätsprobleme. Die Auslieferungen würden erst dann wieder starten, wenn laufende Untersuchungen abgeschlossen seien, erklärte GlaxoSmithKline. Das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut rechnet frühestens im Lauf des zweiten Quartals mit erneuten Auslieferungen, der Konzern selbst nannte keinen Zeitplan.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Die Kombi-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio kann der Konzern nach eigenen Angaben voraussichtlich im Februar für mehr als 14 Tage nicht mehr liefern. Das Unternehmen verwies auf die gestiegene Nachfrage nach dem Impfstoff. Gleichzeitig gebe es nur begrenzte Herstellkapazitäten. Wann sich die Probleme lösen ließen, sei derzeit nicht absehbar, teilte der Konzern mit.

GlaxoSmithKline betreibt in Deutschland fünf Standorte, darunter in Dresden einen großen Produktionsstandort. Dresden ist seit 1992 das Zentrum für Grippeimpfstoffe im Konzern.

Von

rtr

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