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06.05.2015

18:29 Uhr

GlaxoSmithKline-Chef unter Druck

Pharmariese will Anleger mit stabiler Dividende locken

Mit der Aussicht auf eine stabile Dividende in den nächsten Jahren versucht GSK-Chef Andrew Witty Anleger zu locken. Außerdem richtet der britische Pharmakonzern nach schweren Rückschlägen neu aus.

GSK-Chef Andrew Witty muss die Anleger von seinen Plänen für den angeschlagenen Pharmariesen überzeugen. ap

GlaxoSmithKline in der Krise

GSK-Chef Andrew Witty muss die Anleger von seinen Plänen für den angeschlagenen Pharmariesen überzeugen.

FrankfurtDer britische Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK) versucht mit der Konzentration auf das Geschäft mit Impfstoffen und nicht-verschreibungspflichtigen Arzneien die Gunst der Investoren wiederzugewinnen. Nach heftigen Umsatzeinbußen bei Medikamenten gegen Lungenkrankheiten und einem größeren Korruptionsskandal in China steht Konzernchef Andrew Witty unter Druck, Anleger davon zu überzeugen, dass der milliardenschwere Anteilstausch mit Novartis das Unternehmen wieder auf die Beine bringt. Den Aktionären versprach er über die nächsten drei Jahre eine stabile Dividende von 80 Pence je Aktie. Für seine größten Geschäftsfelder legte GSK am Mittwoch Wachstumsziele bis 2020 vor.

GSK geht in den nächsten fünf Jahren - bei konstanten Wechselkursen - von einem Anstieg des Konzernumsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligem Prozentbereich pro Jahr aus. Für das Impfstoffgeschäft wird mit einem Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozent-Bereich gerechnet, für die Pharmasparte im niedrigen einstelligen Bereich und für das Geschäft mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneien im mittleren einstelligen Bereich.

Im ersten Quartal stagnierte der Umsatz bei 5,6 Milliarden Pfund (7,6 Milliarden Euro). Der von Investoren besonders beachtete Gewinn je Aktie im Kerngeschäft sank um 18 Prozent auf 17,3 Pence. Der anhaltende Preisdruck beim Atemwegspräparat Advair setzt dem Unternehmen weiter zu. Darüber hinaus hinterließ die Trennung vom Krebsmedikamente-Geschäft, das an Novartis ging, ihre Spuren. Kräftiges Wachstum verzeichnete indes das Aids-Medizingeschäft, weshalb der Vorstand den angedachten Börsengang desselbigen auf Eis legte.

Von

rtr

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