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14.02.2013

15:30 Uhr

GM-Bilanz

Opel weitet Verluste aus

Der Gewinn der Opel-Mutter General Motors ist eingebrochen. Vor allem die schlechte Bilanz in Europa trübt das Ergebnis ein. Schuld sei Opel, sagen die GM-Manager in Detroit.

Opel macht erneut große Verluste in Europa. AFP

Opel macht erneut große Verluste in Europa.

DetroitOpel kommt nicht auf die Beine und reißt die Bilanz von Mutterkonzern General Motors mit. Im Gesamtjahr sank der Gewinn der US-Amerikaner um rund 35 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Dabei machten dem Konzern neben negativen Steuereffekten in den USA wie auch seinem heimischen Erzrivalen Ford vor allem die Absatz-Krise in Europa zu schaffen. Hier hat GM seinen Betriebsverlust 2012 auf 1,8 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Er lag damit am oberen Ende der prognostizierten Spanne. Auch Ford hatte im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Dollar im Europa-Geschäft verloren. Für dieses Jahr rechnet der GM-Rivale gar mit einem Minus von rund zwei Milliarden Dollar.

Das seit Jahren defizitäre Europa-Geschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall lastet zunehmend auf der Bilanz. Hier weitete sich der Verlust im abgelaufenen Quartal auf 699 Millionen Dollar aus. Auch die Aussichten für 2013 beurteilt das Management skeptisch. Er würde nicht darauf wetten, dass es noch in diesem Jahr zu einer Erholung des kriselnden Automarktes in Europa komme, sagte Finanzchef Dan Ammann. GM bekräftigte aber das Ziel, Mitte des Jahrzehnts in Europa die Gewinnzone zu erreichen.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

„Wir haben 2012 ein weiteres solides Jahr mit wachsendem Umsatz und dem dritten Gewinn in Folge hinter uns gebracht“, sagte GM-Chef Dan Akerson. In Europa ist die Lage allerdings ernst. Die IG Metall sieht gar Opels Existenz bedroht. Die Werke seien nur zur Hälfte ausgelastet. Nach den Zahlen vom Donnerstag produzierte GM in Europa 2012 nur 927 000 Fahrzeuge - nach 1,1 Millionen im Vorjahr. Der Absatz ging von 1,22 Millionen auf 1,05 Millionen zurück, der Marktanteil von 8,7 auf 8,5 Prozent.

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Auf dem europäischen Markt schreibt Opel-Mutter GM erneut Milliardenverluste. Schuld ist Opel, sagen die US-Amerikaner. Dabei wäre es endlich Zeit, der deutschen Tochter die Wahrheit zu sagen.

Auch 2013 rechnet Opel nicht mit Rückenwind vom Markt. „Wir erwarten einen leicht schrumpfenden Markt, wollen unseren Anteil aber stabilisieren“, sagte ein Sprecher und hob den Januarabsatz in Deutschland hervor: Zwar sank der Opel-Verkauf abermals um fast sechs Prozent, der Gesamtmarkt schrumpfte aber um 8,6 Prozent - die Rüsselsheimer schlugen sich besser als Peugeot, Citroën, Renault, Fiat oder Ford.

Kommentare (4)

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Opel_ist_besser_als_GM_Vauxpass

14.02.2013, 16:18 Uhr

"gemeinsame Plattformen entwickeln"

Das ist bereits der nächste Schritt im großen Disaster. Mit Renault schien es zu funktionieren. Was man aber weder von Nissan, noch bei PSA, noch von VW/Suzuki gesagt werden kann.

Was Opel fehlt ist einzig und allein ein "ansprechendes" Auto, das zur iPhone-Generation passt und ein anderes Auto, das den Ästhetik-Anspruch der älteren Generation befriedigt und in dem man was transportieren kann.

Für den Opel Nemo - äh, ich meine Combo - ist leider die Zielgruppe noch zu jung, um über das Aussehen zu verkaufen (dabei liegt das nur an den gewöhnungsbedürftigen Scheinwerfern, die das Auto-Gesicht unschön babyhaft wirken lassen). Genial wäre der Combo schon, wenn er nach der Schönheits-OP ein Heck bekäme, dass es dem Nutzer freistellt, ob er die Sitze raus nimmt für palettentauglichen Laderaum oder das Dach abmacht für Pickup.

Ansonsten sehe ich noch positiv die Ergebnisse aus der Kooperation mit Renault (Vivaro, Movaro).

Aber mit Allrad tut man sich schwer bei den Nutzfahrzeugen und auch mit echten 3,5t zulässigem Gesamtgewicht. Warum braucht man noch eine 2,8t und 3,3t Version, wenn man 3,5t kann? Bei Allrad-Wunsch bleibt dann nur der Weg zur Konkurrenz.

Und bei den neuen Modellen würde ich mir wünschen zum Anfahren Elektounterstützung zu haben, weil einen Elektro-PKW werde ich sicher nicht kaufen als Kleinlieferwagen für mein Geschäft.


Zollabenteuer

14.02.2013, 16:33 Uhr

Die Unterzeichnung zur Aufhebung des Zolls zwischen EU und USA wird sicher den Tod von Opel sofort nach sich ziehen, die Schlinge liegt eh schon. Wird Zeit dass sich Opel als deutsches Unternehmen neu erfindet...

Account gelöscht!

14.02.2013, 19:05 Uhr

Nicht nur Opels Tod...ganz Frankreich!

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