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10.01.2005

09:40 Uhr

GM-Chef: Ergebnissituation enttäuschend

Opel muss weiter zittern

Opel ist noch lange nicht über dem Berg. Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) schließt weitere Einschnitte bei der defizitären Tochter nicht aus. Das laufende Sparprogramm mit dem Abbau von 12 000 Stellen sei der erste Schritt gewesen, sagte GM-Chef Rick Wagoner am Sonntagabend auf der Autoshow in Detroit.

Beim Schichtwechsel am Opel-Werk in Bochum verlassen Mitarbeiter das Werksgelände. Foto: dpa

Beim Schichtwechsel am Opel-Werk in Bochum verlassen Mitarbeiter das Werksgelände. Foto: dpa

HB DETROIT. Erfülle das Restrukturierungsprogramm nicht die Ergebnisziele, würden weitere Maßnahmen notwendig. Dies sei aber spekulativ: „Ich kann nicht sagen, ob wir in zehn Jahren eine Fabrik schließen müssen. Das ist aber das allerletzte Mittel.“ Wagoner äußerte sich nur indirekt zum Abschneiden der europäischen GM-Marken Opel/Vauxhall/Saab. Die Ergebnissituation im vergangenen Jahr sei „enttäuschend“ gewesen.

Erfreulich sei der Opel-Absatz im November und Dezember gewesen, sagte GM-Europa-Chef Fritz Henderson. Opel habe so viele Autos verkauft wie seit vier Jahren nicht mehr.

Die Entscheidung, ob die neue Mittelklassen-Plattform in Rüsselsheim oder bei Saab im schwedischen Trollhätten gebaut werde, falle im ersten Quartal. Zum Streit mit dem Partner Fiat, der eine Option für den kompletten Verkauf seiner Autosparte an die Amerikaner besitzt, gebe es noch keine Entscheidung, sagte Wagoner. Mit einem Ergebnis der laufenden Schlichtung sei in dieser Woche nicht zu rechnen.

GM zweifelt inzwischen die Gültigkeit der Option an. Der Konzern will sich auf keinen Fall die rote Zahlen schreibende Fiat-Autosparte ins Haus holen. Fiat besteht aber auf der Gültigkeit der Vereinbarung. In der Schlichtung wird erwartet, dass GM und Fiat sich auf eine hohe Schadenersatzforderung einigen könnten.

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