Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.04.2013

14:06 Uhr

GM-Chef

„Opel wird einen neuen Frühling erleben“

GM-Chef Dan Akerson stärkt der deutschen Tochter Opel den Rücken. In den nächsten Jahren werde das Unternehmen wieder Gewinne machen. Einen der wichtigsten Zukunftsmärkte sieht er jedoch außerhalb Deutschlands.

„Opel hat die Freiheit, alles zu tun, was für Opel gut und wirtschaftlich sinnvoll ist“: Dan Akerson, Vorstandsvorsitzender von General Motors dpa

„Opel hat die Freiheit, alles zu tun, was für Opel gut und wirtschaftlich sinnvoll ist“: Dan Akerson, Vorstandsvorsitzender von General Motors

BerlinGM-Chef Dan Akerson hat sich hinter die angeschlagene Tochter Opel gestellt. „Der europäische Markt ist sehr wichtig für GM, schon weil er größer ist als der nordamerikanische. Diesen Markt werden wir nicht der Konkurrenz überlassen“, sagte der Manager der „Bild am Sonntag“. Die Frage, ob er uneingeschränkt Vertrauen in Opel habe, beantwortete er mit „ja“. „Ich bin sicher, dass Opel in den nächsten Jahren wieder Gewinn machen wird - auch in einem rückläufigen Markt. Opel wird einen neuen Frühling erleben.“

GM will Milliarden für Opel geben: „Wir sind jetzt wieder die Angreifer“

GM will Milliarden für Opel geben

exklusiv„Wir sind jetzt wieder die Angreifer“

Die Spitze von General Motors besucht die Tochter Opel.

Einer der wichtigsten Zukunftsmärkte für Opel sei Russland. „Für Opel ist Russland von großer Bedeutung. Denn schon in wenigen Jahren könnte der russische Markt größer werden als der deutsche“, sagte der Manager. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sagte der Zeitung: „In Russland haben wir im vergangenen Jahr über 80 000 Fahrzeuge verkauft. Wir sind fast doppelt so schnell gewachsen wie der Markt.“

Der Opel-Chef betonte, das Unternehmen werde von der Muttergesellschaft General Motors nicht an der Expansion auf wichtige Zukunftsmärkte gehindert. „Opel hat die Freiheit, alles zu tun, was für Opel gut und wirtschaftlich sinnvoll ist.“

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Akerson hatte am Mittwoch angekündigt, der US-Konzern werde bis 2016 vier Milliarden Euro in Deutschland und Europa investieren. Am Ende der Autofertigung im Werk Bochum Anfang 2015 hält GM aber fest. Die Investitionen sollen vor allem in neue Modelle und Motoren fließen. Opel will so auf dem schrumpfenden europäischen Markt Anteile zurückgewinnen. GM macht in Europa seit Jahren Verluste. Allein 2012 schlug ein operatives Minus von 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Mrd. Euro) zu Buche.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×