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21.10.2015

15:14 Uhr

GM-Tochter halbiert Verluste

Opel setzt zum Schlussspurt an

Der Rückzug aus Russland ist schmerzhaft, noch dazu gibt Opel hierzulande Marktanteile ab. Doch die neuesten Zahlen sehen trotzdem deutlich besser aus: Die Verluste wurden halbiert – jetzt kommt es auf den Astra an.

Mit dem neuen Modell will es der Autobauer in die schwarzen Zahlen schaffen. ap

Neuer Opel Astra auf der IAA

Mit dem neuen Modell will es der Autobauer in die schwarzen Zahlen schaffen.

Düsseldorf/DetroitGeneral Motors tritt auf der Stelle. Der Umsatz der Opel-Mutter fiel im dritten Quartal um gut ein Prozent auf 38,8 Milliarden Dollar. Das Management verwies auf den starken Dollar, der den Absatz in Übersee bremse. Der Nettogewinn des Konzerns stagnierte bei 1,4 Milliarden Dollar, wie der größte Auto-Hersteller der USA am Mittwoch mitteilte.

Mit den Zahlen konnte GM die Schätzungen von Analysten allerdings deutlich übertreffen. Daraufhin verteuerte sich die Aktie im vorbörslichen US-Handel um 4,5 Prozent.

Positiv wirkten sich unter anderem die starke Nachfrage in Nordamerika und verbesserte Margen in China aus. „Die Ergebnisse reflektieren die Arbeit, unsere Stärken in den USA und China auszunutzen“, erklärte GM-Chefin Mary Barra. Im operativen Geschäft kämpft GM weiterhin mit roten Zahlen in Europa, die sich aber zumindest von 400 auf 200 Millionen Dollar halbierten. In Nordamerika liegen die jüngsten GM-Zahlen auf Rekordniveau, in Südamerika gibt es wie in Europa einen Verlust.

Die Situation des Autobauers vergleicht Opel-Chef Karl-Thomas Neumann gerne mit einem Marathon. Man könne sich auch mal Schwächephasen und Rückschläge leisten, doch gerade dann müsse man weiterkämpfen. Am Ziel will bisher aber niemand rütteln: 2016 sollen die Rüsselsheimer wieder Profit machen – trotz des Rückzugs aus Russland. „Wir wollen in die Gewinnzone zurück“, bekräftigte Neumann in einem Brief an die Mitarbeiter. „Wir haben alle Trümpfe in unserer Hand, um dieses Ziel zu erreichen.“ Daher wird es langsam Zeit für einen Schlussspurt.

Die jüngsten Zahlen sind ein positives Signal für die Opelaner. Obwohl Opel in Russland in den ersten neun Monaten fast 70 Prozent weniger Neuwagen verkauft hat als im Vorjahr, hat die Marke ihren Absatz insgesamt um vier Prozent auf rund 850.000 Neuwagen gesteigert. Neuen Rückenwind soll der Kompaktwagen Astra geben. Gemeinsam mit dem Corsa macht der Golf-Gegner einen Großteil der Opel-Verkäufe aus. Die jüngsten Generation des Kompakten haben die Opelaner gerade auf der IAA in Frankfurt präsentiert – und recht selbstbewusst in Szene gesetzt.

Es ist auch für Opel-Chef Neumann persönlich wichtig, dass der Beststeller an alte Erfolge anknüpfen kann. Immerhin gilt der neue Astra als das erste Modell bei Opel, das er von vorne bis hinten in der Entwicklung begleitet hat.

„Trotz des Ausfalls des Marktes Russland konnten die Verluste um 200 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal verringert werden“, analysierte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen die Quartalszahlen. „Mit dem neuen Astra sollte es daher im vierten Quartal gelingen, die schwarze Null zu realisieren“, lautet die Prognose des Autoprofessors. „Die Anzeichen sind gut, das Opel in 2016 Gewinne schreibt.“

Kommentare (5)

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Herr stefan kinlel

21.10.2015, 15:15 Uhr

Frau Müller EX-Henkel behauptet seit rd, 2 Jahren, daß man seitens Opel Marktanteile gewänne.
Das ist lächerlich.
Hr. Neumann und Fr. Müller gewinnen nur eines, ihren Gehaltszuwachs.
Das ist leider die Wahrheit. Opel gewinnt den Verliererplatz, Nr. 1 , 2 und 3. Bald auch Nr. 4-

Account gelöscht!

21.10.2015, 15:34 Uhr

Wenn der Astra jetzt der Strohhalm ist.....

....fällt mir zu Opel nichts mehr ein.

Herr Heiner Ettwein

21.10.2015, 17:10 Uhr

Opel - Meriva ist z.B. ein sehr gutes- preiswertes Auto ! Der Kundendienst ist auch
preislich in Ordnung . Über Opel lästern und keinen Opel fahren ist unfair !

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