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15.01.2010

07:52 Uhr

GM-Tochter

Reilly wird neuer Opel-Chef

Gut 12 000 Mitarbeiter und damit die Hälfte der inländischen Belegschaft des Autobauers Opel sind im Januar und Februar an den vier deutschen Standorten offenbar zeitweise von Kurzarbeit betroffen. Die neue GM-Spitze in Europa gibt heute unterdessen mit einer Wachablösung im Opel-Management den Startschuss für die neue Führungsstruktur.

Für Opel beginnt das Jahr schlecht: Die GM-Tochter muss mit Kurzarbeit auf geringere Nachfrage reagieren. Quelle: Reuters

Für Opel beginnt das Jahr schlecht: Die GM-Tochter muss mit Kurzarbeit auf geringere Nachfrage reagieren.

hz/HB FRANKFURT/MÜNCHEN. Die Produktion werde wegen geringerer Nachfrage und des Wegfalls der Fertigung eines Saab-Modells in Rüsselsheim gedrosselt. In Rüsselsheim gebe es im Januar drei und im Februar vier Tage Kurzarbeit, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen Firmensprecher. Von der Kurzarbeit am stärksten betroffen ist dem Bericht zufolge das Werk Bochum.

Europachef Nick Reilly will derweil die bisherige Struktur des Unternehmens in Europa zerschlagen und den Weg für eine schlankere Organisation freimachen. Künftig soll nur noch eine Führungscrew zentral aus Rüsselsheim das Europageschäft unter der Führung von Reilly leiten.

Als ersten Schritt löst Reilly heute formell deshalb auch Hans Demant an der Spitze der Adam Opel GmbH ab. Der 59-Jährige trat heute zurück. Demant wird aber nicht aus dem Unternehmen ausscheiden. Er werde nicht ganz verschwinden, kündigte Demant jüngst vor engen Mitarbeitern an, hieß es. Sprecher von Opel und GM wollten dazu nicht Stellung nehmen. Sein Nachfolger wird GM-Europachef Nick Reilly.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors macht mit dem Führungswechsel den vor sechs Jahren vollzogenen Umbau wieder rückgängig, der die Macht weitgehend in die GM-Europazentrale nach Zürich verlagert hatte. Der GM-Manager Reilly hatte bereits im November 2009 die Verantwortung für das Opel-Vauxhall-Geschäft in Europa übernommen. Die GM-Zentrale in Zürich ist dagegen bereits so gut wie aufgelöst. Nur noch das Europageschäft der GM-Marke Chevrolet wird von dort aus künftig geleitet.

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