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08.10.2014

20:02 Uhr

Gradmesser für US-Wirtschaft

Alle Augen auf Alcoa

VonAxel Postinett

Die Erwartungen an die Bilanz des Stahlriesen Alcoa sind hoch: Das Unternehmen gilt als Gradmesser für den Zustand der amerikanischen Wirtschaft. Schlechte Zahlen hätten zum Start der Berichtssaison eine fatale Wirkung.

Arbeiter bei Alcoa: Das US-Unternehmen eröffnet traditionell die Berichtssaison in Amerika. Getty Images

Arbeiter bei Alcoa: Das US-Unternehmen eröffnet traditionell die Berichtssaison in Amerika.

New YorkPolitische Krisen von Hongkong bis zur Ukraine, ein Währungsfonds, der vor einer neuen globalen Wirtschaftskrise warnt, ein wiedererstarkter US-Dollar, der Ebola-Ausbruch in Afrika und erste Fälle in den USA und Europa, die Terrormiliz ISIS auf dem Vormarsch Richtung Türkei. Es kommt wirklich alles zusammen, bevor am heutigen Mittwoch nach Börsenschluss in den USA der inoffizielle Startschuss für die Berichtssaison hunderter US-Unternehmen zum dritten Quartal beginnt.

Entsprechend unsicher reagieren die Aktienmärkte, am Dienstag brach der weitgefasste S&P-500-Index um 1,5 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Anfang August ein. Ob die Korrektur an Schärfe gewinnen wird, hängt jetzt ganz davon ab, ob die Ergebnisse eine selbsttragende Wirtschaftserholung in den USA bescheinigen. Denn auch vor einer Börsenblase warnt der Internationale Währungsfonds: Die hohen Aktienkurse spiegelten nicht die Zerbrechlichkeit des Aufschwungs wider, die Spätfolgen der Weltwirtschaftskrise zeigten sich hartnäckiger als erwartet.

Welcher US-Riese hat das meiste Geld in Deutschland?

1. Platz: Ford

Der Autokonzern Ford hat im Jahr 2013 17,4 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Damit landet er auf Platz Eins der umsatzstärksten US-Firmen in Deutschland.

Platz 2: ExxonMobil

Das Energieportal ExxonMobil hat im Jahr 2013 mehr als13 Milliarden Euro abgeworfen.

Platz 3: Opel

Die Adam Opel AG hat 2013 in Deutschland 11,8 Milliarden Euro verdient.

Platz 4: Phillips 66 Continental

11,3 Milliarden Umsatz macht der Konzern Phillips 66 Continental im Jahr 2013. Das US-amerikanische Unternehmen ist im Bereich der Energie tätig.

Platz 5: GE Deutschland

General Electric ist in Deutschland nicht unbekannt. Der Umsatz des Mischkonzern beraumte sich 2013 auf genau 10 Milliarden Euro.

Platz 6: IBM

Mit fast neun Milliarden Euro landet der IT-Riese IBM auf Platz Sechs der umsatzstärksten US-Firmen in Deutschland.

Platz 7: Amazon

Nur Platz Sieben für den so erfolgreichen Online-Versandhändler: Amazon hat 2013 in Deutschland 8,3 Milliarden Euro Umsatz gemacht.

Platz 8: Hewlett-Packard

Der Technologie-Riese Hewlett-Packard machte einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Philip Morris

Der weltweit größte privatwirtschaftliche Hersteller von Tabakprodukten Philip Morris hat 2013 knapp über sechs Millionen Euro verdient.

Platz 10: Procter & Gamble

Die deutsche Zweigstelle des Konsumgüter-Unternehmens Procter & Gamble hat ganz genau fünf Milliarden Euro abgeworfen, im Jahr 2013.

Und noch ein anderes Ereignis wirft seine Schatten voraus: Es ist der letzte Monat der Stützungskäufe der US-Notenbank Fed am Bondmarkt. Jetzt montiert Fed-Chefin Janet Yellen die Stützräder ab und die Anleger müssen sehen, wie sie ohne ständige Geldtransfusionen klar kommen. Die jüngsten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt zeigen einen Zuwachs von 248.000 Arbeitsplätzen im Quartal. Damit sinkt die Arbeitslosenquote auf 5,9 Prozent, der tiefste Stand seit Juli 2008.

Die Zeichen an der Wand für eine kommende vorsichtige Zinserhöhung in 2015 werden unübersehbar. Mit steigenden US-Zinsen verteuern sich aber auch die Finanzierungskosten für Unternehmen, Gemeinden und Regierungen.

Kommentare (2)

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Frau Ute Umlauf

08.10.2014, 21:00 Uhr

Bei Alcoa regiert der unfähige Siemens Ex ... Klaus Kleinfeld.
Was Klaus Kleinfeld anpackt, geht schief! Der ist in der Lage, hochrentable Unternehmen kurzfristig an die Wand zu fahren.

Herr Wayne Dornbusch

08.10.2014, 21:10 Uhr

Tja,
Stahlriese (?) Alcoa, lernt man nie aus.

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