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20.12.2013

17:09 Uhr

Grafitspezialist

SGL Group verkauft Rotorblätterproduktion

Der Preiswettbewerb und die schwache Nachfrage setzen der SGL Group schwer zu. Nun verkauft der Grafitspezialist die Produktion von Rotorblättern an einen Investor. Wer zugegriffen hat, ist noch nicht klar.

Die SGL Group steckt momentan tief in den roten Zahlen. Der anhaltend harte Preiswettbewerb und eine schwache Nachfrage nach Spezialgrafiten zehren am Gewinn. dpa

Die SGL Group steckt momentan tief in den roten Zahlen. Der anhaltend harte Preiswettbewerb und eine schwache Nachfrage nach Spezialgrafiten zehren am Gewinn.

KölnDer Grafitspezialist SGL Group treibt seinen Umbau voran. Die Produktion von Rotorblättern für Windräder verkauft SGL an einen namentlich nicht genannten strategischen Investor, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Über den Preis für die SGL Rotec und vertragliche Details sei Stillschweigen vereinbart worden. „Künftig konzentrieren wir uns im Carbonfasergeschäft stärker auf unsere Kernkompetenz Materialentwicklung und -produktion“, erklärte der designierte SGL-Vorstandschef Jürgen Köhler.

Der Standort der SGL Rotec im niedersächsischen Lemwerder mit derzeit rund 550 Mitarbeitern werde vollständig vom neuen Eigentümer übernommen, teilte SGL mit. Er wolle dort die Produktion ausbauen. SGL werde auch künftig Carbon- und Glasfasermaterialien zuliefern. Ab Januar soll das Unternehmen unter dem Namen „Carbon Rotec“ firmieren. Die SGL-Tochter stellt Rotorblätter für Windenergieanlagen her und ist nach Unternehmensangaben Vorreiter beim Einsatz neuer Materialien wie Carbonfasern, was die Rotorblätter leichter und schlanker macht.

Kohlefaserspezialist : SGL schließt Graphitelektrodenwerk in Kanada

Kohlefaserspezialist

SGL schließt Graphitelektrodenwerk in Kanada

Mit einem harten Sparprogramm hofft der Kohlefaserspezialist SGL aus den roten Zahlen zu kommen. Jetzt trifft es das Werk im kanadischen Quebec: Die Produktion von Graphit- und Kohlenstoffelektroden wird eingestellt.

Die SGL Group steckt momentan tief in den roten Zahlen. Der anhaltend harte Preiswettbewerb beim wichtigsten Produkt Grafitelektroden und eine schwache Nachfrage nach Spezialgrafiten zehren am Gewinn. Daher hat die Konzernführung ein Umbauprogramm auf den Weg gebracht. Unter anderem sollen weltweit 300 der 6700 Stellen gestrichen werden.

Von

rtr

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