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31.01.2017

16:17 Uhr

Grammer

Kampf um Autozulieferer ist voll entbrannt

Autozulieferer aus dem Firmenreich der bosnischen Familie Hastor haben VW im Sommer gehörig zu schaffen gemacht. Jetzt greifen die Hastors nach dem bayerischen Zulieferer Grammer - und bekommen Contra.

Der Autozulieferer warnt vor einer Kontrollübernahme durch einen Minderheitsaktionär. dpa

Grammer

Der Autozulieferer warnt vor einer Kontrollübernahme durch einen Minderheitsaktionär.

AmbergDer Autozulieferer Grammer wehrt sich mit aller Kraft gegen eine Machtübernahme durch die umstrittene Investorenfamilie Hastor. Sie wolle Vorstandschef Hartmut Müller ablösen und den Aufsichtsrat mit eigenen Vertrauensleuten neu besetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Familie Hastor hatte im vergangenen Sommer durch den Zuliefererstreit ihrer Prevent-Gruppe mit Volkswagen für Schlagzeilen gesorgt.

Die Grammer AG mit Sitz im bayerischen Amberg baut für VW, BMW, Daimler und andere Kunden Kopfstützen, Sitze und Armaturenbretter und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter. Wichtige Kunden verfolgten den Anteilsbesitz der Familie Hastor sehr genau und sähen die die Unabhängigkeit der bestehenden Organe der Grammer AG als unerlässlich an, teilte das Unternehmen mit.

Die Investoren Cascade und Halog, hinter denen die bosnische Familie Hastor stehe, hielten zusammen inzwischen mehr als 20 Prozent der Grammer-Aktien. Cascade fordere eine außerordentliche Hauptversammlung und wolle fünf der sechs Aufsichtsratssitze mit ehemaligen oder aktuellen Prevent-Mitarbeitern besetzen. Die Ziele seien jedoch nicht bekannt, ein klärendes Gespräch sei nicht zustande gekommen, teilte Grammer mit und warnte vor einer Kontrollübernahme durch einen Minderheitsaktionär. Von Hastor war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

VW-Konzernchef Matthias Müller hatte nach dem Streit mit Prevent, der in Emden, Wolfsburg und anderen Werken zu Produktionsausfällen geführt hatte, Konsequenzen beim Einkauf angekündigt. Im Januar ist die Hastor-Investmentgruppe Tahoe beim schwäbischen Küchenhersteller Alno eingestiegen, inzwischen hat Alno einen Sparkurs mit Stellenabbau angekündigt.

Kommentare (1)

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H. M.

31.01.2017, 16:44 Uhr

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