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20.12.2013

11:54 Uhr

Griechenland

Deutsche Autobauer im Visier des Fiskus

Griechenlands Steuerbehörden ermitteln gegen deutsche Autobauer. Mercedes-Benz, BMW und Opel könnten den Staat um Steuern gebracht haben, indem sie sehr niedrige Verrechnungspreise für den Vertrieb ansetzten.

Ein Volkswagen-Mitarbeiter kontrolliert im VW-Werk einen Tiguan. In Griechenland ist der Absatz von Neuwagen seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise eingebrochen. dpa

Ein Volkswagen-Mitarbeiter kontrolliert im VW-Werk einen Tiguan. In Griechenland ist der Absatz von Neuwagen seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise eingebrochen.

Athen/BerlinDeutsche Autobauer sind in Griechenland ins Visier der Steuerbehörden geraten. Die Steuerfahnder ermitteln wegen möglichen Steuerbetrugs gegen Mercedes-Benz, BMW und Opel. Der Chef der griechischen Behörde zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität, Theodoros Floratos, bestätigte am Freitag einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Anlass für die Untersuchungen seien extrem niedrige Verrechnungspreise, zu denen die deutschen Unternehmen ihre Fahrzeuge an die Vertriebsgesellschaften in Griechenland abgeben. „Wir ermitteln und die Untersuchungen laufen weiter“, sagte Floratos der dpa.

Die Preise sind die Grundlage für eine Reihe von Steuern. Je niedriger sie ausfallen, desto geringer sind die Einnahmen des griechischen Staats, von der Mehrwertsteuer über die Registrierungsabgabe bis zur Luxussteuer. In Griechenland ist der Absatz von Neuwagen seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise eingebrochen.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Von

dpa

Kommentare (1)

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Daddy

20.12.2013, 20:07 Uhr

Wären die Griechen in der Steuereintreibung eigener superreicher Landsleute genauso emsig gewesen , hätte es
dort überhaupt keine wirtschaftlichen Probleme gegeben !
Aber vielleicht liegt es auch daran,das die Politik selbst
mit den Schönen und Reichen geklüngelt hat .Jetzt wollen sie den Schein waren und damit sagen :Seht her,sind wir
nicht gut ,wir haben alles im Griff .Einfach nur armselig!

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