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10.06.2013

18:08 Uhr

Griechenland

Privatisierung des Gaskonzerns Depa geplatzt

Gerade als alle dachten, dass Griechenland seine Schuldenziele erreichen kann, setzt es den nächsten Rückschlag: Die Privatisierung des Gaskonzerns Depa ist gescheitert – zur Verwunderung aller Beteiligten.

Die Privatisierung von Depa wäre für Griechenland ein wichtiger Schritt gewesen, um die Schuldenziele zu erreichen. obs

Die Privatisierung von Depa wäre für Griechenland ein wichtiger Schritt gewesen, um die Schuldenziele zu erreichen.

AthenRückschlag für die Privatisierungsbemühungen Griechenlands: Der Verkauf des staatlichen Erdgaskonzerns Depa ist gescheitert. Das sagte der stellvertretende Energieminister des Landes am Montag und bestätigte damit entsprechende Reuters-Informationen. Es werde aber in der Zukunft einen neuen Versuch für einen Verkauf geben, hieß es.

Zuvor hatten Insider bereits betont, es sei nicht gelungen, Interessenten zu überzeugen, ein verbindliches Angebot abzugeben. Der griechische Leitindex fiel zu Wochenbeginn um knapp fünf Prozent. "Der Depa-Verkauf ist überraschenderweise gescheitert und das ist schlecht für die Stimmung zu einem Zeitpunkt, wo viele davon ausgegangen sind, dass Griechenland seine Schuldenziele erreichen kann", sagte der Finanzmarktexperte Takis Zamanis aus Athen zur Begründung.

Der geplante Verkauf des Depa-Anteils sollte rund eine Milliarde Euro einbringen. Als einziger ernsthafter Interessent war am Ende der russische Gazprom -Konzern verblieben. Die Frist für Offerten lief am Montagvormittag aus. An Depa hält die griechische Regierung 65 Prozent, Hellenic Petroleum den Rest.

Gasnetzbetreiber DESFA nun im Fokus

Der Verkauf von Staatsbesitz ist eine entscheidende Vorgabe der internationalen Geldgeber für weitere Hilfen an das krisengeschüttelte Land. Allein für dieses Jahr sind Einnahmen aus Verkäufen im Volumen von 2,6 Milliarden Euro eingeplant. Die Trennung von der Beteiligung am Lotterie-Betreiber OPAP spülte bereits rund 650 Millionen Euro in die Kassen. Nun setzt der Staat seine Hoffnungen auf den Gasnetzbetreiber Desfa. Für den gab nach Angaben des griechischen Energieministeriums die Firma Socar aus Aserbaidschan ein Gebot ab. Dafür könnte sich der Zeitplan für die Privatisierung des Öl-Konzerns Hellenic Petroleum verschieben. Diese sollte eigentlich im Schlussquartal 2013 über die Bühne gehen.

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Unterdessen macht das Land beim Defizit-Abbau Fortschritte. Das Minus im sogenannten Primär-Haushalt, bei dem die Situation lokaler Regierungen und der Sozialversicherungssysteme nicht berücksichtigt wird und auch Zinszahlungen nicht einfließen, ging in den ersten fünf Monaten des Jahres um mehr als die Hälfte zurück. Griechenland befindet sich im sechsten Jahr der Rezession, die Arbeitslosenquote liegt mittlerweile bei 27 Prozent. Im ersten Quartal 2013 schrumpfte die Wirtschaft noch einmal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,6 Prozent. Die Verbraucherpreise fielen im Mai aber den dritten Monat in Folge, dieses Mal um 0,4 Prozent zum Vorjahr. Das verschafft den Konsumenten zumindest etwas Luft.

Von

rtr

Kommentare (4)

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klarissimo

10.06.2013, 14:55 Uhr

Privatisierung = RAUBBAU!!! Und das ist SEHR GUT, wenn das PLATZT. Da platzt ein kleines Nähtchen des Schlachtplans der Elite, vorne dran agierend im rechtsfreien Raum: Goldman Sachs!!

Vicario

10.06.2013, 15:12 Uhr

Zitat : Der geplante Verkauf des Anteils an der Depa sollte rund eine Milliarde Euro einbringen. Als einziger ernsthafter Interessent war am Ende der russische Gazprom -Konzern verblieben

- Wenn schon eine Privatisierung des ERDGAS-Konzerns scheitert, bei all den ausgewiesenen Gasvorräten, was wollen die Griechen sonst noch privatisieren…..es drängt sich nun die Vermutung auf, es bleiben nur noch die Inseln, die man versilbern könnte !
Ansonsten geht der Plan der Troika komplett baden ! Es scheint so, dass der Schuldenerlass vor der Haustür steht……und die Europäischen Steuerzahler ( vor allem D ) viel Geld verliert !

Account gelöscht!

10.06.2013, 15:26 Uhr

PAPPERLAPAPP - GRIECHNLAND IST PLEITE!

Innenpolitisch werden griechische Bürger nicht umhinkommen, das Planspiel des Staatsbankrotts und die Wiedereinführung einer nationalen Währung aufzunehmen.
Schillers Bürgschaft spielt nicht umsonst in Dionys:

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:
»Mich, Henker«, ruft er, »erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!«

Nun die alle Welt berührende Frage:

MÖCHTE HERR DRAGHI WIRKLICH DER DRITTE IM BUNDE SEIN?

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