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20.03.2006

16:45 Uhr

Größte Produzenten der Welt

Deutsche Maschinenbauer verteidigen Bronze

Der deutsche Maschinenbau hat im abgelaufenen Jahr seinen Rang als weltweit drittgrößter Produzent der Branche verteidigt. Beim Export dürfte Deutschland sogar wieder Weltmeister geworden sein.

Roboter sind das Aushängeschild des deutschen Maschinenbaus. Foto: dpa

Roboter sind das Aushängeschild des deutschen Maschinenbaus. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Gegenüber dem Zweitplatzierten bei der Produktion, Japan, konnten die Deutschen den Abstand sogar verringern, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau am Montag mitteilte. Während das Produktionsvolumen in Deutschland um 5,6 Prozent auf 165 Mrd. Euro stieg, verzeichnete Japan nur ein Plus von 2,3 Prozent auf 177 Mrd. Euro. Unangefochten an der Spitze liegen die USA mit 250 Mrd. Euro – ein Plus von 4,2 Prozent.

Weltweit betrug das Wachstum der Branche allerdings stolze 7,5 Prozent. So verbesserten die chinesischen Maschinenbauer ihr Produktionsvolumen im vergangenen Jahr um mehr als 22 Prozent auf 110 Mrd. Euro. „Auf Dauer reicht es eben nicht aus, Exportweltmeister zu sein“, erklärte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Während am Standort Deutschland der Maschinenbau allein durch das boomende Exportgeschäft zugelegt habe, habe für die chinesischen Hersteller auch das Inlandsgeschäft floriert. Hier zeigten sich deutlich die negativen Wirkungen der heimischen Investitionsschwäche. Hesse appellierte an die Politik, Anreize für mehr Investitionen im Inland zu schaffen. 2006 erwarten die deutschen Maschinenbauer nichtsdestotrotz das dritte Wachstumsjahr in Folge und setzen dabei auch auf ein Anziehen der Inlandsnachfrage.

Nach Regionen betrachtet ist Europa mit einem Volumen von 470 Mrd. Euro (2004: 450 Mrd. Euro) weiterhin Fertigungsstandort Nummer eins in der Welt. „Auf Deutschland, Italien, Frankreich und das Vereinigte Königreich entfallen fast 70 Prozent der europäischen Maschinenproduktion. Gut zwei Drittel hiervor gehen in den Export“, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Auf Rang zwei lägen die asiatischen Maschinenbauer, die ihren Anteil an der weltweiten Produktion der Branche in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hätten. Mittlerweile kommt den Angaben zufolge ein Drittel der Weltmaschinenproduktion aus Asien.

Exportweltmeister Deutschland

In Punkto Export kommt aber keiner an Deutschland heran. Nach vorläufigen Zahlen haben die heimischen Hersteller wieder einmal mehr Maschinen in die Welt geliefert als jede andere Nation. „Deutschland hat seine Position gehalten“, sagte Wiechers gegenüber Handelsblatt.com. Die genauen Zahlen kämen in den nächsten Wochen heraus.

Der Anteil der deutschen Hersteller am Export war 2004 von 19,1 Prozent im Vorjahr auf 19,3 Prozent gestiegen. Auf Platz zwei der größten Maschinen-Exporteure waren die japanischen Produzenten gelandet, die ihren Anteil von 12,6 auf 13,3 Prozent gesteigert hatten. Die USA auf dem dritten Rang hatten einen leichten Rückgang ihres Anteils von 12,5 auf 12,4 Prozent hinnehmen müssen. Das stärkste Exportwachstum mit einem Plus von mehr als 46 Prozent in Landeswährung hatten erneut die Chinesen verzeichnet.

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