Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2017

16:50 Uhr

Größter Autobauer der Welt

VW hat 2016 Toyota wohl überholt

Der Volkswagen-Konzern dürfte im vorigen Jahr trotz Diesel-Krise als größter Autobauer der Welt an Toyota vorbeigezogen sein. Insgesamt wurden 10,3 Millionen Fahrzeuge verkauft und damit 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen (VW) kann trotz Diesel-Krise auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. dpa

Matthias Müller

Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen (VW) kann trotz Diesel-Krise auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Wolfsburg/DetroitDer Volkswagen-Konzern dürfte im vorigen Jahr als größter Autobauer der Welt an Toyota vorbeigezogen sein – er konnte seine Verkäufe ungeachtet der Diesel-Krise steigern. Insgesamt setzten die einzelnen Marken 2016 insgesamt etwas mehr als 10,3 Millionen Fahrzeuge ab – ein Plus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Wolfsburg mit. Bei der Kernmarke VW-Pkw nahmen die Auslieferungen um 2,8 Prozent auf knapp 6 Millionen Wagen zu, wie Volkswagen bereits am Sonntag auf der Automesse in Detroit bekanntgegeben hatte.

Volkswagen hat damit wohl den Erzrivalen Toyota als absatzstärksten Autobauer der Welt abgelöst. Die Japaner hatten Mitte Dezember die Erwartung geäußert, erst 2017 auf weltweit 10,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge zu kommen – dies wäre nach bisheriger Schätzung noch einmal ein Plus um 1 Prozent gegenüber 2016.

„2016 war ein sehr anspruchsvolles Jahr für uns. (...) Dennoch ist es uns gelungen, unter schwierigen Bedingungen das operative Geschäft zu stabilisieren“, sagte VW-Konzernchef Matthias Müller laut Mitteilung. Im Gesamtjahr führte der Abgas-Skandal nicht zu einem Absatzrückgang.

Ähnlich wie bei der Hauptmarke mit dem VW-Emblem trieb vor allem der wichtigste Markt China die Auslieferungen an. In der Volksrepublik brachte der Konzern von Januar bis Dezember knapp 4 Millionen Autos an die Kunden (+12,2 Prozent). In Europa waren es mehr als 4,2 Millionen (+4,0 Prozent). Jedoch fiel der Zuwachs auf dem deutschen Heimatmarkt mit 0,2 Prozent mager aus. Und in den USA – dort war die Abgas-Affäre im September 2015 bekanntgeworden – betrug das Minus 2,6 Prozent. Am größten waren die Verluste in Brasilien mit 33,9 Prozent.

Dieselskandal: US-Justiz nimmt VW-Spitze in die Zange

Dieselskandal

US-Justiz nimmt VW-Spitze in die Zange

Volkswagen wollte 2017 eigentlich den Dieselskandal hinter sich lassen. Nun stört ein verhafteter VW-Manager das Comeback. Die US-Behörden erhöhen damit den Druck auch auf die Wolfsburger Konzernspitze.

Zum Jahresende hin verbesserten sich die Zahlen in vielen Regionen – so auch in den USA – aber wieder. Im Dezember verbuchte der Konzern so ein weltweites Plus von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, in den Vereinigten Staaten gelang eine Steigerung um 16,1 Prozent.

Besser als im Vorjahr schnitten auch die VW-Töchter Skoda (+6,8 Prozent), Porsche (+5,6 Prozent) und Audi (+3,8 Prozent) ab – ebenso wie die leichten Nutzfahrzeuge (+11,4 Prozent). Einzig beim Lkw-Bauer MAN gab es 2016 einen geringfügigen Rückgang um 0,2 Prozent.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×