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13.05.2013

19:23 Uhr

Größter Einzelaktionär

Schaeffler kündigt Vereinbarung mit Conti

Schaeffler, größter Einzelaktionär bei Continental, hat die Investorenvereinbarung beider Unternehmen gekündigt. Die Vereinbarung habe „keine praktische Relevanz“ mehr. Gerhard Schröder war an der Vereinbarung beteiligt.

Schaeffler-Finanzvorstand Klaus Rosenfeld (l) und der Schaeffler-Vorstandsvorsitzende Jürgen Geißinger sitzen während der Bilanzpressekonferenz ihrer Firma in Herzogenaurach nebeneinander. Die Vereinbarung mit Continental wurde jetzt gekündigt. dpa

Schaeffler-Finanzvorstand Klaus Rosenfeld (l) und der Schaeffler-Vorstandsvorsitzende Jürgen Geißinger sitzen während der Bilanzpressekonferenz ihrer Firma in Herzogenaurach nebeneinander. Die Vereinbarung mit Continental wurde jetzt gekündigt.

Hannover/HerzogenaurachDie Schaeffler Gruppe hat die Investorenvereinbarung mit dem Automobilzulieferer Continental gekündigt. Dies teilten beide Unternehmen am Montag mit. Die Investorenvereinbarung war nach der hitzigen Übernahmeschlacht zwischen Schaeffler und Continental im August 2008 unter der Mitwirkung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Garanten geschlossen worden. Aufgrund der Kündigung endet die Vereinbarung nun mit Ablauf des 13. Mai 2014. Sie regelte bisher die Zusammenarbeit im Hinblick auf die Position von Schaeffler als größtem Einzelaktionär der Continental AG. Schaeffler hält 49,9 Prozent der Conti-Aktien.

Ein Schaeffler-Sprecher bewertete den Vorgang auf Nachfrage als „Rückkehr zur Normalität“. So sei bereits im August 2012 die Geltungsdauer wesentlicher Regelungen der Investorenvereinbarung abgelaufen, die Vereinbarung habe für beide Unternehmen keine praktische Relevanz mehr. „Als Großaktionär der Continental AG sind wir mit den Erfolgen, die Continental in den letzten Jahren erreicht hat, sehr zufrieden. Wir betrachten unsere Beteiligung an Continental als langfristiges strategisches Investment mit dem Ziel, den Wert der Continental AG nachhaltig zu steigern“, erklärten Maria-Elisabeth Schaeffler und Georg F.W. Schaeffler, Gesellschafter der Schaeffler Gruppe.

Die vor fünf Jahren geschlossene Vereinbarung sah unter anderem vor, dass die Schaeffler KG bei ihrem Engagement die Strategie und Geschäftspolitik des Conti-Vorstands unterstützen und keine Verkäufe oder sonstige wesentliche Strukturmaßnahmen verlangen sollte. Gegen den Willen von Conti durfte es auch keine Veränderungen in Bezug auf die Unternehmensform, den Sitz, die Konzernzentrale und die Geschäftsbereiche geben.

Von

dpa

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