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26.04.2016

16:23 Uhr

Größter Zukauf seit Börsengang

Autozulieferer Stabilus übernimmt SKF-Töchter

Für 300 Millionen Euro kauft Zulieferer Stabilus drei Töchter der schwedischen SKF. So wollen die Koblenzer ihr Geschäft mit Industriekunden stärken. Die Aussichten auf diese Verwässerung drücken die Aktie ins Minus.

Finanzieren will Stabilus die Übernahme der SKF-Töchter zur Hälfte mit einer Kapitalerhöhung über rund 150 Millionen Euro. dpa

Gasfederhersteller Stabilus

Finanzieren will Stabilus die Übernahme der SKF-Töchter zur Hälfte mit einer Kapitalerhöhung über rund 150 Millionen Euro.

FrankfurtDer Autozulieferer Stabilus stemmt den größten Zukauf seit seinem Börsengang vor knapp zwei Jahren. Das aus Koblenz stammende Unternehmen übernimmt für 339 Millionen Dollar (300 Millionen Euro) drei Töchter des schwedischen Konkurrenten SKF.

Mit dem Kauf von ACE, Hahn Gasfedern und Fabreeka/Tech Products will Stabilus sein Geschäft mit Industriekunden stärken und neue Kundengruppen unter anderem in der Schwingungs- und Vibrationsdämpfung gewinnen, wie die im Kleinwerteindex SDax gelistete Firma am Dienstag mitteilte.

Die Zukäufe beschäftigen zusammen 550 Mitarbeiter. Finanzieren will Stabilus die Übernahme zur Hälfte mit einer Kapitalerhöhung über rund 150 Millionen Euro. Die Aussichten auf diese Verwässerung drückten den Aktienkurs nach anfänglichen Gewinnen mit 2,6 Prozent ins Minus.

Die Zukäufe waren zuletzt hochprofitabel: Bei einem Umsatz von zusammen rund 120 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) erwirtschafteten sie 2015 einen operativen Gewinn (Ebit) von 30 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Stabilus kam mit 611 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2014/15 auf ein bereinigtes Ebit von 76,2 Millionen Euro. Die Übernahmen sollten sich sofort auf die operative Umsatzrendite und den Gewinn auswirken, erklärte Stabilus.

Mit dem für den Sommer geplanten Abschluss der Übernahme will Stabilus seine Kredite neu ordnen: Eine Kreditlinie über 265 Millionen Euro soll durch eine neue, günstigere über 570 Millionen Euro abgelöst werden. Ein Teil der Schulden soll dann durch eine Kapitalerhöhung abgelöst werden. Wann sie über die Bühne gehen soll, sei aber noch offen.

Von

rtr

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