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15.01.2013

08:29 Uhr

Großauftrag aus Singapur

Airbus verkauft 50 Jets an BOC Aviation

Der Flugzeugfinanzierer BOC Aviation hat 50 Airbus-Maschinen bestellt. Der Gesamtwert der Jets beträgt rund fünf Milliarden US-Dollar. Insgesamt hat BOC bei Airbus schon 187 Flugzeuge geordert.

Ein Airbus A380 in Bemalung der Singapore Airlines steht auf dem Firmenflughafen in Hamburg-Finkenwerder. Airbus hat einen neuen Großauftrag aus Singapur erhalten. dpa

Ein Airbus A380 in Bemalung der Singapore Airlines steht auf dem Firmenflughafen in Hamburg-Finkenwerder. Airbus hat einen neuen Großauftrag aus Singapur erhalten.

Singapur/ToulouseNeuer Großauftrag für Airbus: Der Flugzeugfinanzierer BOC Aviation aus Singapur hat 50 Jets aus der Mittelstrecken-Familie A320 bestellt. Bei der Hälfte der Maschinen handle es sich um die spritsparende Neuauflage A320neo, teilte das zur Bank of China gehörende Unternehmen am Dienstag mit. Die neuen Flugzeuge, zu denen auch Exemplare der Langversion A321 zählen, sollen in den Jahren 2014 bis 2019 ausgeliefert werden.

Gegen wen EADS und BAE antreten

Umkämpfter Markt

Die Politik spielt immer eine große Rolle bei Rüstungsfirmen, schließlich ist sie nicht zuletzt der wichtigste Kunde. Das spiegelt sich auch in der Konkurrenzsituation der Konzerne wieder. Ein Überblick.

Boeing

Der Erzrivale von EADS und dessen Tochterfirma Airbus, momentan vor allem bei Verkehrsflugzeugen mit über 100 Sitzplätzen. Die beiden Konzerne sind führend auf dem Weltmarkt. Verkaufsschlager sind die Mittelstreckenflieger der Baureihen A320 und B737. Airbus hatte in den vergangenen Jahren die Nase vorn, doch Boeing konnte den Konkurrenten im ersten Halbjahr bei den Auslieferungen überholen.

Boeing

Boeing liefert gleichzeitig so etwas wie die Blaupause für die geplante Fusion der Europäer. Der Konzern hatte 1997 den heimischen Wettbewerber McDonnell-Douglas übernommen und damit sein militärisches Standbein ausgebaut. Im ersten Halbjahr steuerte das Rüstungs- und Sicherheitsgeschäft zusammen mit der Raumfahrt knapp die Hälfte zum Gesamtumsatz bei. Zu den Produkten gehören Kampfhubschrauber (AH-64 Apache), Kampfjets (F/A-18), Transportflugzeuge (C-17 Globemaster III) sowie unbemannte Drohen und Aufklärungsmaschinen (E-3 Awacs).

Boeing

Vor allem nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erwies sich die Rüstungssparte als wertvoll. Boeing profitierte von den steigenden Militärausgaben der USA und konnte damit die Bestelleinbrüche bei den Passagiermaschinen abfedern. Momentan sind Verkehrsjets die Renner, während das Rüstungs-Standbein mit Einschnitten in den Militärbudgets vieler Staaten klarkommen muss.

Lockheed Martin

Amerikas größter Rüstungskonzern. Das Unternehmen stellt die Kampfjets F-16, F-22 und F-35 her sowie die Transportflieger C-130J Super Hercules und die riesige C-5 Galaxy. Daneben baut Lockheed-Martin unter anderem gepanzerte Fahrzeuge, Raketen, Hubschrauber und Radaranlagen. Weitere Standbeine sind die Raumfahrt- sowie Informationstechnik.

Northrop Grumman

Hersteller von unbemannten Drohnen wie dem Global Hawk, von Radaranlagen, Steuersystemen oder Raketen. Bekanntestes Produkt ist der futuristisch aussehende Tarnkappenbomber B-2.

General Dynamics

Der Konzern baut unter anderem Kriegsschiffe und U-Boote, stellt Artilleriesystem und Munition her und steckt hinter dem US-Kampfpanzer Abrams. Ziviles Standbein sind die Gulfstream-Geschäftsflugzeuge.

Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von rund fünf Milliarden US-Dollar (3,8 Mrd Euro), je nachdem wie viele der Maschinen auf die Standard- und die Langversion entfallen. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Einschließlich des neuen Auftrags hat BOC nach eigenen Angaben nun 187 Maschinen bei Airbus bestellt, von denen 131 schon an Fluggesellschaften vermittelt wurden.

Von

dpa

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