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30.08.2012

14:11 Uhr

Großauftrag

China kauft neue Airbusse

Ein erster Erfolg für die Delegationsreise von Kanzlerin Merkel: China bestellt trotz Zoff um die EU-Emissionsabgabe Flugzeuge im Wert von mehreren Milliarden Euro. Auch andere Unternehmen verbuchten Aufträge.

Der Flugzeugbauer Airbus erhält einen Großauftrag aus China. Reuters

Der Flugzeugbauer Airbus erhält einen Großauftrag aus China.

PekingDer europäische Flugzeughersteller Airbus konnte sich in China einen üppigen Auftrag sichern. Im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel und Premier Wen Jiabao haben Industrievertreter einen Vertrag über die Lieferung von 50 Maschinen vom Typ A320 unterzeichnet. Den Preis beziffern chinesische Quellen mit 3,5 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr war noch unklar, wie es mit dem Airbus-Geschäft in China weitergeht. Hintergrund ist der laufende Streit um europäische Emissionsabgaben für Flüge auf eigenem Boden. Obwohl die Belastung alle Anbieter gleich trifft, haben chinesische Fluglinien den Klimaplan als neue Steuer wahrgenommen. Sie weigern sich, die Abgabe zu zahlen und haben den Staat – der hohe Anteile an allen chinesischen Airlines besitzt – für ihre Sache mobilisiert. Peking kämpft daher vehement gegen die Emissionsregeln.

Bei Airbus herrschte deshalb Unsicherheit, ob die Regierung als Strafe für das geringe Entgegenkommen der Europäer seine Aufträge zurückfährt. Peking spricht bei der Bestellung neuer Flugzeuge im Allgemeinen ein deutliches Wort mit. Deshalb erfolgt der Vertragsabschluss auch in Form einer Zeremonie im Beisein der Regierungschefs - und bedeutete einen Durchbruch, den die anwesenden deutschen Unternehmer und Politiker spontan beklatschten.

Es sprangen noch weitere Wirtschaftsverträge dabei heraus. Ein befristeter Vertrag über die Endfertigung von Airbus-Flugzeugen auf chinesischem Boden erhielt einer Verlängerung bis 2016. Volkswagen investiert in der Nähe der Hafenstadt Tianjin in ein neues Werk für Getriebe.

Der Hubschrauberhersteller Eurocopter erhält in China eine Endfertigung. Dazu kam ein Abkommen zwischen dem großen chinesischen Netzausrüster ZTE und der Industrial Engineering and Technologies Holding über den Ausbau von Glasfaserverbindungen, das einen Wert von 1,3 Milliarden Euro haben soll.

Von

fmk

Kommentare (6)

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pro-D

30.08.2012, 14:22 Uhr

Und wieder eine Mega Erfolg für die Deutschland-AG.

Was würden all die vielen französischen Arbeiter wohl machen, wenn unser wahren Volksverteter (die VV der deutschen Großkonzerne) sich nicht so darum gekümmert hatten, dass die Chinesen die Flieger kaufen.

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Ich bin stolz auf die Deutschland-AG
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Markus_Deutschmann

30.08.2012, 14:36 Uhr

" Ein befristeter Vertrag über die Endfertigung von Airbus-Flugzeugen auf chinesischem Boden erhielt einer Verlängerung bis 2016. "

Das ist doch das eigentlich Interessante an der Meldung bzw. an der dreisten Volksverdummung "unserer" sozialistischen Dreckspute. Sobald die Chinesen die Technik vollständig kopiert haben und die Fertigungsschritte eigenständig beherrschen sch..... sie auf Airbus. Danke Merkel. Weiter so - für Deutschland!

... bis das dumme Volk endlich aufwacht!

pro-D

30.08.2012, 14:46 Uhr

Das dumme Volk wird auch weiterhin schlafen und in den Schlafpausen über China schimpfen.

Das schlaue Volk macht derweil Geschäfte mit erfolgreichen Nationen.

Verehrter Markus_Deutschmann, sie müssen wir wohl erst mal noch mit durchfüttern, mit ihrer Sichtweise kann man wohl kaum davon ausgehen, dass sie je wirklich aus Deutschland heraus gekommen sind und etwas anders als Bild-Zeitung kennen Sie auch nicht. Also ein echtes KZ-Huhn.

Wir das deutsche Ingenieurwesen haben u.a. auch das entwickelt, was man als Airbus verkauft. Nur eben, im Gegensatz zu ihnen schlafen wir nicht auf dem Baum.

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