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15.12.2011

13:42 Uhr

Gründungsphase 2012

Industrie schmiedet Rohstoff-Allianz

Lange haben deutsche Industrieunternehmen darüber beraten, wie sie sich Rohstoffe besser sichern können. Jetzt wollen einige eine „Allianz zur Rohstoffsicherung“ gründen. Wer dabei ist, darüber wird noch spekuliert.

Um in Zukunft den Zugang zu Rohstoffen sicherzustellen, wollen mehrere deutsche Industrieunternehmen eine Allianz formen. dapd

Um in Zukunft den Zugang zu Rohstoffen sicherzustellen, wollen mehrere deutsche Industrieunternehmen eine Allianz formen.

DüsseldorfNach jahrelangen Überlegungen will die deutsche Industriebranche Anfang des kommenden Jahres ein Bündnis zur Sicherung von Rohstoffen schmieden. Im Januar beginne die Gründungsphase der „Allianz zur Rohstoffsicherung“, teilte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) am Donnerstag mit. Geschäftsführer werde das bisherige Vorstandsmitglied von Eon Energie, Dierk Paskert. Der 50-Jährige werde sein Büro in Berlin haben und ein Team aufstellen, erläuterte ein BDI-Sprecher.

Im ersten Quartal solle über die Gesellschaftsform entschieden werden. Die Namen der Gründungsfirmen nannte der Verband nicht, da noch Gespräche mit den Unternehmen liefen. Mehrere Konzerne hatten allerdings bereits angekündigt, das Bündnis zu unterstützen. Dazu gehören ThyssenKrupp, Evonik und BASF.

BDI-Vizepräsident Ulrich Grillo koordiniert das Projekt. Ziel sei die Sicherung der Rohstoffversorgung der deutschen Industrie über Engagements bei Projekten im Ausland. Die Gründungsphase soll etwa ein Jahr dauern, erklärte der BDI-Sprecher. In dieser Zeit sollen das Konzept der Gesellschaft ausgestaltet sowie rechtliche und organisatorische Fragen geklärt werden.

Die Industrie in Deutschland berät seit Jahren darüber, wie sie sich den Zugang zu Rohstoffen besser sichern kann. Dabei geht es etwa um Eisenerz oder seltene Erden. Unternehmen wie ThyssenKrupp haben mangels eigener Erzminen massive Preissteigerungen für diese Produkte hinnehmen müssen. Alleine verfügen sie nur über eine sehr begrenzte Einkaufsmacht. Den deutschen Unternehmen stehen mächtige Rohstoffkonzerne wie der brasilianische Vale-Konzern oder BHP Billiton und Rio Tinto aus Australien gegenüber.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Roland

24.04.2012, 14:48 Uhr

Mit interesse habe ich die Gründungsphase der "Allianz zur Rohstoffsicherung", verfolgt. Es war auch Zeit für eine derartige Initiative. Herr Dierk Paskert sollte aber auch die Offenlegungsschriften beim DPMA in München unter den Aktenzeichen: DE 10 2010 048 112A1 und
DE 10 2010 056 624.8 zu Rate ziehen. Hier wird aufgezeigt, wie man demnächst die meisten Rohstoffe aus den Meeren fördern kann.

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