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17.03.2011

08:28 Uhr

Gute Aussichten

Heidelberg-Cement rechnet mit Wachstum

Deutschlands größter Baustoffkonzern Heidelberg-Cement blickt positiv auf das Jahr 2011. Sowohl Umsatz als auch der operative Gewinn sollen dieses Jahr wieder zulegen - dem weltweiten Aufschwung sei dank.

Bereit zur Auslieferung: Speziell in Asien und Afrika sind HeidelbergCements Produkte gefragt. Quelle: dpa

Bereit zur Auslieferung: Speziell in Asien und Afrika sind HeidelbergCements Produkte gefragt.

Frankfurt

"Heidelberg-Cement ist bestens positioniert, um von einer weiteren Erholung der Weltkonjunktur, unterstützt durch einen sich beschleunigenden Aufschwung in Nordamerika, überproportional zu profitieren", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Donnerstag. Größere Zuwächse erhofft er sich neben Deutschland und Skandinavien vor allem von den Schwellenländern in Asien und Afrika. Dort sollen auch die Produktionskapazitäten ausgebaut werden. Konzernumsatz und operativer Gewinn sollten 2011 wieder zulegen. Die erwarteten Kostensteigerungen sollen durch Preiserhöhungen und Treibstoffkostenzuschläge wettgemacht werden.

Der Optimismus schlägt sich auch in einer Verdoppelung der Dividende für das vergangene Jahr auf 25 von zwölf Cent je Aktie nieder. Dabei war der Umsatz bei stagnierenden Absatzmengen von Zement, Klinker und Beton nur dank Währungs- und Konsolidierungseffekten um 5,8 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro gestiegen, das operative Ergebnis stagnierte auf vergleichbarer Basis bei 1,43 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss habe sich dank sinkender Schulden und Zinsen und geringerer Abschreibungen auf Firmenwerte aber auf 511 (2009: 168) Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Heidelberg-Cement versucht seit Jahren mit den durch die Übernahme des britischen Rivalen Hanson angehäuften Schulden fertig zu werden. Im vergangenen Jahr sanken die Verbindlichkeiten netto um 300 Millionen auf 8,1 Milliarden Euro. Zugleich handelte der Konzern günstigere Zinsen aus.

Die europäischen Heidelberg-Cement-Rivalen Holcim und Lafarge setzen 2011 ganz auf die Wachstumsmärkte in Fernost, weil die Baukonjunktur in den Industriestaaten nur langsam in Schwung kommt.

Von

rtr

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