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07.11.2014

12:55 Uhr

Gute Chancen auf US-Markt

Militärflugzeug soll Geschäft von Airbus ankurbeln

Flugzeugbauer Airbus rechnet sich mit dem Militärflugzeug A400M gute Absatzchancen in den USA aus. Der Flieger kann auf unebenem Gebiet landen und 37 Tonnen transportieren. Auch die Bundeswehr soll Maschinen bekommen.

Eine Airbus-Militärmaschine des Typs A400M. dpa

Eine Airbus-Militärmaschine des Typs A400M.

SevillaAirbus rechnet sich mit dem militärischen Transportflugzeug A400M auch gute Absatzchancen in den USA aus. „Wir sind überzeugt, dass wir mit dem A400M auch ein Argument am amerikanischen Markt habe“, sagte der Vertriebschef von Airbus Defence and Space, Christian Scherer, am Freitag in Sevilla. „Es ist ein Produkt, dass die Europäer haben und die Amerikaner nicht haben.“

Die US-Luftwaffe hat zwar ein Transportflugzeug, das auch auf unebenem Terrain landen kann. Die C-130 Hercules des US-Konzerns Lockheed ist aber deutlich kleiner. Sie kann nur 21 Tonnen Nutzlast transportieren, der A400M 37 Tonnen.

Vom Superjumbo bis Ariane – was Airbus alles herstellt

Airbus

Der weltgrößte Hersteller von Passagierflugzeugen bietet eine breite Palette an: vom 100 Sitze zählenden A318 bis hin zum Superjumbo A380, in dem 500 Menschen Platz finden. Insgesamt gibt es 14 Modelle. Mehr als 6000 Airbus-Flugzeuge sind weltweit unterwegs. Die Tochter der nun gleichnamigen Mutter stellt bislang auch Militärflugzeuge her, darunter den Transporter A400M. Airbus kam 2012 auf einen Umsatz von 37 Milliarden Euro, davon 2,1 Milliarden Euro aus dem Rüstungsgeschäft.

Astrium

Dahinter verbirgt sich das europäische Raumfahrtgeschäft von Airbus. Hergestellt werden beispielsweise Satellitensysteme. Bekanntestes Produkt sind die Ariane-Raketen, mit denen Satelliten ins Weltall transportiert werden. Astrium kam 2012 auf einen Umsatz von knapp sechs Milliarden Euro.

Cassidian

Die Rüstungssparte produziert etwa den Kampfjet Eurofighter und das Aufklärungssystem Awacs. Das rentabelste Segment des Konzerns kämpft mit mauen Zukunftsaussichten und schlechter Exportlage. Vor allem dort erwartet die IG Metall den stärksten Personalabbau. Über Cassidian ist Airbus auch am Eurofighter-Konsortium beteiligt und Anteilseigner beim Raketensystemanbieter MBDA. Dieser Geschäftsbereich machte 2012 rund 5,8 Milliarden Euro Umsatz.

Eurocopter

Der Hersteller von Zivil- und Militärhubschraubern kommt auf einen weltweiten Marktanteil von rund 30 Prozent. Zu den bekanntesten Produkten gehören der militärisch genutzt Tiger und der zivile EC225 Super Puma. Diese Sparte erlöste 2012 rund 6,3 Milliarden Euro.

Der A400M hatte in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder für Schlagzeilen wegen Verzögerungen und Kostensteigerungen gesorgt. Die Bundeswehr soll insgesamt 53 Exemplare erhalten. Das erste Exemplar soll in den nächsten Wochen an die Luftwaffe übergeben werden.

Insgesamt hofft Airbus, 300 bis 400 weitere A400M zu verkaufen – zusätzlich zu den 174 von acht Ländern bereits bestellten. „Das ist eine konservative Schätzung“, sagte Scherer. „Die meisten Luftwaffen der Welt sind sehr an den Fähigkeiten interessiert.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Hans Karpf

07.11.2014, 14:18 Uhr

Das US Militär braucht erst gegen 2030 neue Transportflieger vom Format eines A400M. Da sehen die Airbus Manager wieder Bedarf, wo keiner ist.

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